Die besten Rückfragen im Sport Job Vorstellungsgespräch

In jedem Vorstellungsgespräch in der Sportbranche gibt es den einen Moment, in dem du die Möglichkeit hast, selbst Fragen zu stellen. Auch wenn dir dies vielleicht als mögliche Hürde erscheint, als weitere Prüfung durch den Personaler, ist dieser Punkt im Gespräch eine gute Chance für dich, eventuelle Zweifel am Job oder Arbeitgeber zu klären, oder dich von der Konkurrenz abzuheben. Sieh diese Frage also als Chance.

In diesem Blog erklären wir, welche Fragen sinnvoll sind und wie du dich auf die bekannteste Frage aller Vorstellungsgespräche vorbereitest: „Haben Sie noch irgendwelche Fragen?“.

Klassische Rückfragen für das Sport Job Vorstellungsgespräch: Zum Job

Fragen, die bei jedem Job funktionieren und tatsächlich auch sinnvoll sind, für dich im Vorfeld zu klären, sind Fragen zur Rolle selbst. Dazu zählen:

  • Warum ist der Job vakant?
  • Wie ist das Team aufgestellt?
  • Anhand welcher Kriterien messen Sie den Erfolg eines Mitarbeiters im Team?
  • Welches sind die größten Herausforderungen für jemanden in dieser Position?
  • Was gefällt Ihnen an der Arbeit im Unternehmen am besten?
  • Welches sind die größten Herausforderungen, mit denen Sie/ihr Team aktuell konfrontiert sind?
  • Mit welchen Personen würde man am meisten zusammenarbeiten und warum?

Engagierte Rückfragen für das Bewerbungsgespräch: Zu Fähigkeiten und Qualitäten

Des Weiteren gibt es Fragen, die zeigen, dass du dir darüber Gedanken machst, wie du einen Beitrag zum Unternehmen leisten kannst. Diese klären nicht nur für dich eventuelle Details des Jobs, sondern zeigen Personaler gleichzeitig, dass du dich engagierst:

  • Welche Qualitäten der/die vorherige Mitarbeiter*in habt ihr besonders für diese Rolle geschätzt und würdet ihr gern beibehalten?
  • Welche entscheidenden Fähigkeiten und Eigenschaften sollte man für die Stelle mitbringen
  • Was ist erfahrungsgemäß die größte Herausforderung für neue Mitarbeiter und was ist ihr Rat, um diese zu bewältigen?

Bewertende Rückfragen: Was erwartest du selbst vom Job

Wie bereits erwähnt, ist die Fragerunde im Interview nicht nur ein Tool zu Beurteilung von dir, sondern gibt dir einen Einblick in den Job und ob er deinen Erwartungen entspricht. Schließlich ist jedes Bewerbungsgespräch im Endeffekt auch für dich eine Überprüfung, ob das Unternehmen zu deinen Werten und Erwartungen passt. Hier ist es wichtig, dass du dir selbst vorab einmal klar machst, was dein Arbeitgeber mitbringen sollte, damit du dich bei ihm wohl fühlst, was dich im Job motiviert und in was für einer Kultur du arbeiten möchtest.

Dazu zählen Fragen zu

  • Arbeitsumgebung (Großraumbüro? Einzelbüro? Persönliche Arbeitsplätze?)
  • Arbeitszeiten und -orten (wie steht das Unternehmen zu Remote Regelungen, wie sind die Kernarbeitszeiten)
  • Arbeitsalltag (wie ist die Aufteilung zwischen operativen und strategischen Arbeitsinhalten, gibt es projektbezogene Arbeit)
  • Weiterentwicklung und Aufstiegschancen (Welche Weiterbildungsmaßnahmen bietet das Unternehmen an? Welche Karrieremöglichkeiten gibt es innerhalb des Unternehmens, die sich aus dieser Position ergeben könnten?)
  • Arbeitskultur (Welche Werte werden im Team großgeschrieben? Was hat das Unternehmen während der COVID-19 für seine Mitarbeiter*innen getan, um ihren Arbeitsalltag und ihr persönliches Leben zu verbessern? Wie hat das die Arbeitskultur im Unternehmen verändert?)

Individuelle Fragen im Bewerbungsgespräch an deinen zukünftigen Arbeitgeber

Während die bisherigen Fragen für einen Großteil von Sport Jobs funktionieren, sind es doch vor allem individuelle Fragen, die dich von anderen Kandidaten im Job Interview abheben. Denn du bist sicherlich nicht der einzige Bewerber, der vorher in einer Suchmaschine nach möglichen Rückfragen gesucht und dabei möglicherweise eine ähnliche Auswahl getroffen hat, wie du. 

Das beste, was du machen kannst, ist deinen möglichen zukünftigen Arbeitgeber zu recherchieren. Zum Einen hast du so Fragen, die vom Standrepertoire abweichen, zum Anderen zeigst du deinem Interviewpartner tieferes Interesse. Im besten Fall findest du zudem weitere Punkte, die den Job für dich noch attraktiver machen, oder erfährst andererseits auch Dinge, die vielleicht ein No-Go für dich sind. Durch eine ausgiebige Recherche kannst du also nur gewinnen.

Zudem fragen Personaler Bewerber gern, was sie über das Unternehmen wissen, gehört also an sich zu jeder Verbreitung für ein Bewerbungsgespräch dazu. 

„Als ich über [x] gelesen habe, habe ich mich folgendes gefragt …“

Im Normalfall kannst du dich zur Unternehmenskultur, -werten, aber auch aktuellen Projekten auf der Unternehmenswebsite informieren. Alternativ lohnt sich aber auch ein Blick in die Nachrichten via Google oder konkreten Plattformen wie Sporting Goods Intelligence Europe. Fragen, die dir beim Lesen der Artikel in den Kopf kommen, können sinnvolle Fragen für das Interview sein - vor allem, wenn sie in irgendeiner Form mit der Position verknüpft sind, auf die du dich bewirbst.


Zwei Beispiele:

  • Allgemein: „Wie unterstützt ihre die Weiterentwicklung eurer Mitarbeiter?“
  • Konkret: „Auf eurer Website erwähnt ihr, dass ihr On-Demand-Training für eure Mitarbeiter zur Verfügung stellt. In Bezug auf die ausgeschriebene Rolle, welche konkreten Möglichkeiten bietet ihr in dem Bereich an?“ 
  • Allgemein: „Wie setzt ihr euch für ein nachhaltiges Geschäftsmodell ein?“
  • Konkret: „Ich bin vor ein paar Wochen auf einen Artikel gestoßen, in welchem ihr euer Projekt zum Thema [x] vorstellt, ein Thema, was mich persönlich sehr bewegt. Welche Möglichkeiten hätte ich als Mitarbeiter mich in solche Projekte einzubringen?“ Oder „Welche weiteren Projekte unterstützt ihr?“

Lieber vermeiden: Persönliche Rückfragen zur Person

Auch wenn Gemeinsamkeiten verbinden, solltest du persönliche Rückfragen zu deinem Interviewpartner vermeiden. Infos, die du beispielsweise in Social Media Profilen gefunden hast, haben im Bewerbungsgespräch nichts zu suchen. Das gilt übrigens in beide Richtungen. Sollte der Personaler die Rückfragen zu deinem persönlichen Leben stellen, kannst du Auskunft freundlich, aber bestimmt verweigern.

Ausnahmen sind Themen, die im Gespräch selbst eröffnet werden, beispielsweise zu sportlichen Hobbys. Bei einer Laufschuhmarke beispielsweise zu fragen, ob dein Interviewpartner selbst gern joggt oder Trailrunning betreibt, ob das Aktivitäten sind, die auch gemeinsam im Team betrieben werden, ist völlig legitim. Und zeigt Interesse daran, dich im Team integrieren zu wollen. 

Fazit

So viel Kopfzerbrechen der der Fragen-Teil des Interviews bereiten mag, ist er durch gute Vorbereitung doch schnell gelöst. Am Ende sind es zwei Dinge, die du mit etwas Engagement vorbereiten kannst, die dir sinnvolle Fragen vorgeben:

  1. Definiere, was du von dem Job erwartest und was dir wichtig ist
  2. Recherchiere das Unternehmen, dessen Werte und aktuelle Projekte

Damit bist du ideal für die Frage „Haben Sie sonst noch Fragen?“ vorbereitet. 

Weitere Tipps für dein Bewerbungsgespräch

Du möchtest dich noch besser auf dein zukünftiges Vorstellungsgespräch in der Sport Industrie vorbereiten? Wir haben noch weitere Ratschläge für dich, damit du dein nächstes Interview rockst:

Ein Job, den du liebst vs. ein Job mit gutem Gehalt – was ist die richtige Wahl?

Du hast gefühlt deinen Traumjob gefunden: Die Arbeit macht dir Spaß und fordert dich heraus, du kommst gut mit deinem Team aus und die Unternehmenskultur ist super. Nun bekommst du ein Jobangebot, mit neuen Aufgaben bei einem Unternehmen, dass du noch nicht kennst. Die größte Verlockung: Dich erwartet ein Gehalt, dass signifikant höher ist, als dein bisheriges. 

Was machst du? 

Wir versuchen der möglichen Lösung der (lebenslangen) Frage nach Sinn oder Geld auf den Grund zu gehen und dir vielleicht bei der Entscheidungsfindung zu helfen, solltest du dich jemals in solch einer Situation befinden.

Falls du selbst schon eine Ein- oder Ansicht dazu hast, lass uns deine Überlegungen gern in den Kommentaren da - wir würden gern wissen, was du dazu denkst.

Was spricht für: Nimm den neuen Job mit besserer Bezahlung

Money, money, money. Wer sagt, Geld macht nicht glücklich, lügt. Denn Geld kann ziemlich viele Sorgen beseitigen und auch ziemlich viele Dinge erfüllen, die uns sonst nicht möglich sind. Ob das nun die größere Wohnung ist, finanzielle Sicherheit, genug Geld für deine Sportausrüstung oder andere Hobbies. Ein hohes Gehalt bringt dir viele Vorteile. 

Finanzielle Absicherung für die Zukunft

In allererster Linie bedeutet ein gutgezahlter Job, dass du dich finanziell für schlechte Zeiten, das Alter oder eine Jobveränderung gut aufstellen kannst. Das heißt, dass du in Zukunft einen Job nur aus Lust darauf machen kannst - da du dich um Geld vielleicht nicht mehr Sorgen brauchst. Oder entspannt 1 Jahr aussetzen, um die Welt zu erkunden. Jetzt könnte man natürlich fragen: Kann ich das nicht auch andersrum machen? Grundsätzlich ja, aber wer weiß, ob du nochmal so ein Angebot bekommst. 

Bessere Verhandlungsgrundlage für zukünftige Jobs

Dein aktueller Verdienst ist immer Grundlage für neue Gehaltsverhandlungen. Somit hast du die Chance in Zukunft finanziell noch mehr zu verdienen. Ob das nun bei deinem aktuellen Arbeitgeber ist oder bei einem anderen. Wenn dein Job dich aus irgendeinem Grund nicht mehr erfüllt, kannst du den Job wechseln, ohne dein neues Gehalt einzubüßen oder sogar mehr zu verdienen. Oder du kannst bei einem niedrigeren Angebot andere Vorzüge argumentieren. Zum Beispiel mehr Home Office, flexiblere Arbeitszeiten, weniger Wochenstunden, mehr Urlaubszeiten. 

Mehr Gehalt ist auf jeden Fall eine gute Sache!

Aus dem Blickwinkel ergibt sich der Schluss, dass finanzielle Sicherheit und die damit gelösten Sorgen, jegliche Joberfüllung übersteigen.

Aber ist das wirklich so? Sehen wir uns die andere Seite der Medaille an:

Was spricht für: Nimm den Job, der dich erfüllt

Gerade aktuell beobachtet man bei vielen Bewerbern den Wunsch nach einem Arbeitgeber, mit dem sie sich identifizieren können. Nachhaltige Jobs sind gefragter denn je. Im Employer Marketing formulieren Arbeitgeber ihre Unternehmenskultur rund um Sinn und Purpose.

In der Persönlichkeitsentwicklung ist ein Job, der dich zufrieden stellt, ein Teil der „Suche nach dem Glück“. Denn wer ist am Ende des Tages nicht komplett ausgelaugt, wenn man mindestens 8 Stunden am Tag mit einer Sache verbringt, die einem komplett sinnlos erscheint? 

Der Sinn des Lebens ist ein gutes Leben

Und nicht Geld. Wenn du eine Anstellung hast, die dich glücklich macht und herausfordert und von der du glaubst, dass sie dies auch in den nächsten Jahren noch tut, dann bleib auf jeden Fall dabei. Denn wenn dein einziger Antrieb ist, Geld zu verdienen, fühlt sich ein Arbeitstag recht schnell sehr lang an. Statt dessen hast du bei einem erfüllenden Job morgens einen guten Grund gut gelaunt aufzustehen und gehst abends noch mit genug Energie und Motivation nach Hause, um dich mit deinen anderen Interessen zu beschäftigen. 

Wenn es dir Sonntags schon vor Montags graust, hast du diesen Job übrigens noch nicht, dann kannst du ruhigen Gewissens der Geldspur folgen. Oder einen Job finden, den du liebst - so gehts. 

Im Normalfall verdienst du auch in deinem bestehenden Job mehr Geld, denn dort kannst du dich beruflich weiterentwickeln und aufgrund von Erfahrung, guter Leistung oder hoher Motivation Gehaltserhöhungen verhandeln.

Der Team-Faktor als Entscheidungspunkt

Natürlich fehlt der Einblick in das neue Arbeitsumfeld bei jedem Bewerbungsgespräch, aber das Gespräch selbst zeigt einem ja zumindest schon mal, ob die Chemie mit dem Vorgesetzten stimmt - oder ob dieser absolut furchtbar ist. Ist dieser furchtbar, kannst du sicher sein, dass selbst, wenn das Team es nicht ist, sie auf jeden Fall früher oder später kündigen.

Das bedeutet, wenn du bereits in einem Team mit absolut G R O ß A R T I G E N Kolleg*innen arbeitest, überleg dir vielleicht, ob du das wirklich aufs Spiel setzen möchtest. Denn ein Job mit wirklich netten und motivierten Kolleg*innen und bestenfalls Führungskräften ist so viel wertvoller als einer mit manipulativen, toxischen Energievampiren. Das gleicht auch kein Gehalt aus.

Die Grundregel für jeden Job: Zeit ist Mehrwert

Obwohl viel für eine oder die andere Sache spricht, gibt es eigentlich nur eine Grundregel, die es bei der Jobwahl zu beachten gibt. Denn in jedem Karriereweg solltest du entweder gut verdienen oder etwas bekommen, was den monetären Wert aufwiegt. Im besten Fall bietet dir ein Arbeitgeber natürlich das All-Inclusive-Paket. Denn wenn du schon für eine Sache einen großen Teil deiner begrenzten Zeit aufbringst, sollte es dich in irgendeiner Form auch lohnen. 

Die Regel „Zeit ist Geld“ sollte also im Grunde genommen eigentlich „Zeit ist Mehrwert“ heißen. Denn Mehrwert ist nicht immer finanziell, sondern kann sich auf andere Dinge beziehen, wie zum Beispiel berufliche oder persönliche Weiterentwicklung, neue (Soft und Hard) Skills erlernen, extrem viel Freizeit für andere Dinge, die dein Leben besser machen, solange Geld zum Leben bleibt. 

Wenn du am Ende des Tages, des Monats oder des Jahres auf eine positiven Mehrwert blicken kannst, hast du einen Job, der dein Leben im wahrsten Sinne des Wortes bereichert. Und nicht nur dem Überleben dient. Siehst du diesen nicht, wird es Zeit für eine berufliche Veränderung. 

Und wer weiß, vielleicht finden wir ja auch IHN: Den heiligen Gral aller Jobs. Diese unfassbar gut bezahlte Anstellung, mit Weiterentwicklungsmöglichkeiten, in einem intellektuell anregenden Arbeitsumfeld mit wirklich nettem Team und Führungskräften in einem Unternehmen, das erfolgreich, profitabel und nachhaltig ist. Und natürlich in der Sportbranche.

8 Tipps für ein exzellentes Online Bewerbungsgespräch im Sport Business

Videointerviews sind mittlerweile in der Sportbranche gängige Praxis. Vor allem aufgrund der Entwicklungen der letzten Jahre, haben sich Online Bewerbungsgespräche in vielen Unternehmen etabliert. War es für den einen oder anderen eine Zwischenlösung, haben die Vorteile doch viele Recruiter davon überzeugt, auch weiterhin zumindest die Option auf digitale Interviews anzubieten. 

Somit ist es höchste Zeit für unseren Leitfaden zum Video Interview, der dir die richtige Vorbereitung zeigt und wie du dich am besten über das digitale Format präsentierst. 

Tipp Nr. 1: Teste die Technik immer im Voraus

Funktioniert das Video Tool für dich?
Bereits vorab informiert dich dein Interviewer, welche Software sie für das Interview verwenden: Zoom, Microsoft Teams, Skype, Google Hangouts oder was ganz anderes, die Liste ist beinahe endlos. 
Am besten lädst du dir die Software schon vorab herunter und testest, wie sie funktioniert, damit du beim Gespräch ganz entspannt in den Anruf einsteigen kannst. Denn eventuell musst du vorher bereits dein Ausgabe- und Eingabegeräte (sprich: Lautsprecher, Mikrofon und Kamera) definieren. Falls du das Programm vorab schon installiert hast, stelle sicher, dass du die aktuelle Version installiert hast oder dass dein Browser mit der Online-Version des Tools kompatibel ist.

Ist deine Internetverbindung stabil? 

Teste dein WLAN im Voraus. Für den Fall, dass das Internet nicht funktioniert, halte dein Smartphone bereit und lade den Akku auf. So kannst du notfalls deinen Hotspot aktivieren und ihn als alternative Verbindung nutzen. Die meisten Videocall Anbieter erlauben es dir auch, dich über eine Telefonnummer einzuwählen, falls dein Internet nicht funktionieren sollte. 

Ist deine Kamera für das Gespräch bereit? 

Unabhängig davon, ob du eine integrierte Kamera in deinem Notebook oder eine zusätzliche Kamera verwendest, vergewissere dich, dass die Kameralinse sauber ist (wenn nicht, säubere sie sanft mit einem weichen Tuch, am besten mit einem Brillenputztuch).

Funktioniert dein Mikrofon?
Am besten verwenden du ein externes Mikrofon, da die Qualität des integrierten Mikrofons in deinem Notebook oder Tablet oft nicht so gut ist ist. Am besten funktioniert ein Headset oder Kopfhörer mit Mikrofon. Heutzutage sind In-Ear-Kopfhörer die gängige Praxis, da sie fast nicht zu sehen sind und meist mit einem guten Mikrofon für Anrufe ausgestattet sind. Mach dir keine Sorgen, wenn du statt dessen lieber On-Ear-Kopfhörern präferierst: Wichtig ist, dass die Aufnahmequalität gut ist und sie für dich bequem sind, damit du dich wohl fühlst. Zudem kann der klassische Spruch über Piloten oder Micky Mouse auch das Eis am Anfang des Gesprächs brechen.

Zusätzlicher Tipp: Wenn du Bluetooth-Kopfhörer verwendest, stelle sicher, dass alle anderen digitalen Produkte, die eine Verbindung herstellen könnten, ausgeschaltet sind, damit du nicht versehentlich eine Verbindung zu deinem Fernseher oder Telefon herstellen, anstatt den Anruf entgegenzunehmen! 

Tipp Nr. 2: Bereite den Anrufort vor

Wähle einen Raum, in dem das Internet gut funktioniert und der ruhig ist, um Störungen während des Gesprächs auf ein Minimum zu beschränken. 

Dank der Unschärfefilter, die die meisten Video-Call-Programme bieten, ist dein Hintergrund nicht mehr ganz so wichtig. Wenn du die Möglichkeit hast, dich vor eine Wand oder einen Raum zu setzen, der wenig Ablenkung liefert, würden wir dir trotzdem dazu raten. Denn selbst wenn dein Hintergrund unscharf ist, schafft dies zusätzliche Ruhe im Bild.

Ein anderer wichtiger Punkt ist, ob es bei dir hell genug ist, um dein Gesicht gut zu erkennen. Vermeide vor einer Fenster oder einer Lichtquelle zu sitzen (Licht im Rücken), da du sonst als Schatten erscheinst. Am besten ist eine Lichtquelle vor dir, vorzugsweise hinter deinem Notebook, damit dein Gesicht gut ausgeleuchtet ist.

Tipp Nr. 3: Trage eine Hose oder einen Rock, auch wenn sie nicht sichtbar sind.

Wir alle kennen das Meme-Material, das im Internet kursiert, in welchem gut gekleidete Menschen aufstehen und voilà - keine Hose! Auch wenn es bequemer ist, nur die sichtbare Hälfte des Körpers zu bekleiden, ist es am besten, ein komplettes Outfit zu wählen. Auch wenn der Kleidungsstil von der Unternehmenskultur abhängt (sportlich, leger, geschäftlich), solltest du dich immer ordentlich kleiden und darauf achten, dass deine Kleidung sauber und nicht zerknittert ist. 

Ein von oben bis unten durchgestyltes Äußeres trägt außerdem dazu bei, dich in die richtige Stimmung zu versetzen und gibt dir das nötige Selbstvertrauen, um im Vorstellungsgespräch zu glänzen.

Tipp Nr. 4: Sorge dafür, dass niemand deinen Call unterbricht

Nicht, dass eine Katze, die vor der Kamera sitzt, nicht auch für deinen Gesprächspartner unterhaltsam sein könnte, aber sie könnte dich schnell  aus der Fassung bringen - deshalb solltest du dich so gut wie möglich vorbereiten, um Ablenkungen während deines digitalen Vorstellungsgesprächs zu vermeiden. Das betrifft nicht nur Haustiere und Kinder, sondern auch Dinge wie dein Telefon (Stummschalten, außer Sichtweise legen oder den "Bitte nicht stören“-Modus aktivieren), Lärm (schließe Fenster, führe das Gespräch nicht an einem überfüllten Ort), Überraschungsbesuche (informiere Mitbewohner, Familienmitglieder und andere, die zu Besuch kommen könnten).

Tipp Nr. 5: Sorge dafür, dass deine körperlichen Bedürfnisse im Vorfeld erfüllt sind

Was wir damit sagen wollen: Gehe 5 Minuten vor dem Gespräch auf die Toilette, damit du während des Gesprächs musst, besorge dir ein paar Taschentücher für den Fall, dass du niesen musst, und ein Glas Wasser, um Mund und Hals während des Gesprächs zu befeuchten.

Zusätzlicher Tipp: Du musst während des Gesprächs dringend pullern oder die Nase kribbelt? Scheue dich nicht, um eine Pause zu bitten und kurz zu erklären, warum du kurz unterbrechen musst. Auch Recruiter sind (meistens) nur Menschen. 

Tipp Nr. 6: Kommunikation: Blicke, Mimik und Gestik

Zunächst einmal: Auch wenn du dich sehr verleitet fühlst, dein eigenes Aussehen auf dem Bildschirm zu checken, solltest du das während des Gesprächs nicht zur Gewohnheit machen. Halte stattdessen Augenkontakt mit der Kamera, statt mit dir selbst auf dem Bildschirm. 

Was deine Kommunikation betrifft, rede genauso wie in einem normalen Gespräch, allerdings ohne informellen Slang, den du vielleicht mit Freunden verwendest. Authentizität kommt im Gespräch meist besser ans als aufgesetzte Formulierungen - die spätestens dann im gemeinsamen Arbeitsalltag eh unter den Tisch fallen. Ansonsten zeige ruhig Emotionen, lächle, schaue bestimmt, je nach Thema, und setze deine Hände ein (natürlich nicht übertrieben). So strahlst du Energie, Begeisterung und Selbstvertrauen aus und schaffst einen guten Draht zu deinem Gesprächspartner.

Tipp Nr. 7: Überlege dir, wie du Fragen zu deiner Person und deinen Erwartungen an den Sport Job beantworten kannst.

Viele Fragen variieren zwar von Unternehmen zu Unternehmen und von Personalverantwortlichen zu Personalverantwortlichen, aber es gibt ein paar Standardfragen, die normalerweise zu jedem Vorstellungsgespräch gehören. Zwei davon sind normalerweise eine Abwandlung von "Erzählen Sie uns etwas über sich" und "Was erwarten Sie von dieser Stelle / diesem Arbeitgeber? ". Überlege dir im Vorfeld, wie du diese Fragen beantworten möchtest - aber ohne die Antworten auswendig zu lernen. Du brauchst eine grobe Richtung, keine vorformulierte Antwort (Thema Authentizität).

Tipp Nr. 8: Bereite eine Liste mit Fragen über das Unternehmen vor. 

Nutze die Chance, dein Interesse an der Stelle und dein Selbstvertrauen zu zeigen, indem du selbst Fragen stellst! Damit zeigst du nicht nur, dass du neugierig auf die Stelle und das Unternehmen bist, sondern begegnest dem Recruiter auf Augenhöhe.

Fazit

Alles in allem, sind Online Bewerbungsgespräche meist etwas informeller als offizielle, was vor allem am Komfort der eigenen 4 Wände liegt. Mach dir das ruhig zum Vorteil, denn nichts ist in einem Gesprächspartner überzeugender, als Ruhe in einer stressigen Situation und ein gesundes Selbstbewusstsein. Zu guter Letzt behalte noch im Kopf, dass bei jedem Dialog gilt Netiquette = Etiquette, d.h. lass deinen Gegenüber immer ausreden. Du machst das schon! Viel Erfolg für dein nächstes Online Bewerbungsgespräch!

Ist eine Karriere im Sport Marketing eine gute Idee?

Ein Leben komplett ohne Sport - kannst du dir das vorstellen? Nein? Was für dich persönlich eine Lebenseinstellung ist, spiegelt sich so auch im professionellen Rahmen der Sportindustrie wieder. Sport, sowie ihre verwandten Felder Gesundheit & Wellness und Outdoor gehören zu den kontinuierlich wachsenden Branchen der Welt.

(Online) Marketing gilt mittlerweile als essentieller Bestandteil eines Unternehmens, vom kleinen Start-Up bis zum großen Konzern. Das liegt vor allem an der Weiterentwicklung der Online Infrastruktur und einem Trend zur Nutzung digitaler Kanäle. Nach der COVID-19 Pandemie haben neben großen Unternehmen auch viele kleine Unternehmen ihren Fokus auf Onlinekommunikation gewechselt: Neben dem Vertrieb durch stationäre Geschäfte bieten mehr und mehr Unternehmen ihre Produkte via E-Commerce an, durch eigene Shops oder andere Online Vertriebsplattformen an und nutzen die Reichweite des Internets für ihre Kommunikation.

Um es kurz zu machen, eine Karriere im Sport Marketing ist eine gute Idee, denn

  • die Sportindustrie ist eine kontinuierlich wachsende Industrie
  • Sport Marketing Stellen gehören zu den meist angebotenen freien Stellen auf Sportyjob und anderen Karriereplattformen
  • Sport Marketing bietet viele Optionen, dich beruflich weiterzuentwickeln
  • Sport Marketing ist ein spannendes Berufsfeld, da es sich permanent weiterentwickelt und an Marketing Fachpersonal ständig neue Herausforderungen stellt
  • Sport Marketing Fachwissen ist auch außerhalb der Industrie einsetzbar und erweitert deinen möglichen Arbeitgebermarkt also auch auf andere Industrien 
  • Sport Marketing bietet dir die Chance auf einen Quereinstieg, auch ohne Marketingstudium, wenn du dir notwendige Kenntnisse aneignest 

Das bringt uns natürlich zur Folgefrage:
Wie starte ich eine Karriere im Sport Marketing?

Sport Marketing studieren - ja oder nein?

Als ein großes Segment der Marketingbranche hat sich Sportmarketing mittlerweile zu einem beliebten Direkt-Studiengang entwickelt. Konträr dazu ist Marketing einer der Bereiche, wo die Wahl des Studiengangs für Recruiter gar nicht so eine große Rolle spielt.

Zum Einen liegt es daran, dass es viele artverwandte Studiengänge gibt, die Marketing partiell anschneiden, wie beispielsweise Kommunikationswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften oder Sport Management. Zum Anderen decken zahlreiche Studiengänge notwendige Skills oder praktisches Know-How ab, die du für einen Sport Job im Marketing benötigst. Das sind beispielsweise Schreibfertigkeiten oder Umgang mit Medien - Dinge, die du in vielen geisteswissenschaftlichen Studiengängen lernst.

Warum dann überhaupt (Sport-)Marketing studieren? 

Berufserfahrung sammeln

Der Hauptvorteil des Studiums ist die praktische Erfahrung, die du neben deiner Ausbildung sammelst. Werkstudentenstellen oder auch Pflichtpraktika werden vornehmlich von Studenten besetzt, am liebsten aus einem verwandten Fachbereich. Sporthochschulen und -universitäten haben den Vorteil, dass sie mit Unternehmen in der Industrie eng vernetzt sind. Somit werden Studenten der jeweiligen Hochschulen gern bei der Stellenbesetzung bevorzugt. 

Die Arbeitserfahrung, die dir ein Praktikum und Nebenjob im Sportunternehmen vermittelt, ist es dann auch, die Berufseinsteigern einen riesigen Wettbewerbsvorteil verschafft. Des Weiteren hast du im Praktikum die Chance, Kontakte zu knüpfen, die dir nach dem Studium zu einem Vorstellungsgespräch verhelfen können. 

Beweise dein Durchhaltevermögen

Egal, was du studierst: Jeder Abschluss zeigt, dass du bereit bist, Zeit und Mühe zu investieren, um ein Ziel zu erreichen. Es zeigt einem möglichen Arbeitgeber, dass du diszipliniert bist und Durchhaltevermögen mitbringst. Das macht es zu einem wichtigen Bestandteil deines Lebenslaufs.

Was ist der beste Weg zu einer Karriere im Sport Marketing ohne Marketing-Studium?

Hands on Mentalität: Bringe dir nötige Skills selbst bei. Mit Online Kursen rund um Marketing und eigenen Leidenschafts-Projekten!

Online Kurse & Zertifikate

Ein effektiver Weg neben einem bestehenden Job oder Studium Kenntnisse im Online Marketing zu sammeln sind Online Zertifikate. Sehr viele IT Unternehmen und Marketing Software Anbieter, bieten Kurse an, die dich mit der Anwendung ihrer Programme vertraut machen kannst. So gewinnst du praktische Erfahrung in der Anwendung von z.B. Google Adwords, Hubspot, und co. - handfeste Kenntnisse, die du in einem Job in Sport Marketing benötigst. 

Ein eigenes Projekt starten

Learning by doing mag abgenutzt klingen, ist aber nach wie vor ein wahrer Bestandteil, um Qualifikationen zu sammeln. Gerade in der IT, im E-Commerce und Online Marketing sind Autodidakten, das heißt, Menschen, die sich etwas selbst beibringen, weit verbreitet, da fast jedem in der modernen Welt die möglichen Mittel (sprich: Hard- und Software) zur Verfügung stehen, um sich selbst auszuprobieren.

Baue dir deine eigene Website und teste, wie Inhalt und Technik sich auf die Platzierung in einer Suchmaschine auswirken. Im SEO, wo sich die Logarithmen der Suchmaschinen kontinuierlich ändern, nutzen Agenturen und erfahrene SEO Manager diesen Weg in der Praxis, neue Methoden zu entwickeln, um das Ranking ihrer Kunden zu verbessern. 

Kreiere Social Media Kanäle, entwickle eine Strategie und erstelle Inhalte. Solltest du einen erfolgreichen Kanal kreieren oder einige deiner Posts viral gehen, gilt dies als eine potentielle Referenz in deiner Bewerbung. 

Content Kreation, sei es textlich oder audiovisuell, ist kein angeborenes Talent, sondern etwas, dass du mit stetiger Übung erlernt und verbesserst. Je mehr du schreibst, fotografierst, filmst und designst, desto besser wirst du darin. 

Onlineblogs und Ratgeber können dir helfen, grundsätzliche Regeln zu etablieren, die du als Fundament für deine Expertise benötigst - der Rest entwickelt sich mit regelmäßiger Übung. 

Wenn dir dir Weg komplett allein zu steinig erscheint, kannst du dies auch mit (gratis) Vorlesungen und Onlinekursen zum Thema Online Marketing belegen. Einige Onlinekurs-Plattformen, die wir empfehlen können, findest du hier. 

(Neben-)Jobs in deinem gewünschten Sportfeld

Wir wollen auch nicht die Rolle des Unternehmens bzw. der Industrie außer Acht lassen - schließlich geht es um eine Karriere im Marketing im Sport. Auch wenn du dir genug Kenntnisse angeeignet hat, um für eine Marketingposition qualifiziert zu sein, heißt das nicht, dass diese in der Sportindustrie ist. 

Viele Unternehmen suchen Personal, das bereits mit der Industrie vertraut ist. Es lohnt sich also, bereits in einem Sportunternehmen anzufangen, egal in welcher Rolle. Das bietet zum einen Aufstiegschancen innerhalb des Unternehmens bzw. einen Abteilungswechsel, da Stellen gern intern besetzt werden, zum Anderen wird die Erfahrung auch von anderen Arbeitgebern aus dem Sport positiv angerechnet und öffnet dir die Türen in der Sportwelt. 

Fazit

Das schöne am Sport Marketing ist, dass du einiges an Wissen und Erfahrung selbständig erlernen oder aus anderen Fachbereichen mitnehmen kannst. Du musst also nicht den einen Weg befolgen, um deine Karriere zu starten. Studiere Sport Marketing und erhalte einen Einblick in alle Bereiche. Oder wenn du deinen eigenen Weg gehen möchtest, wähle dir einen Karriereschwerpunkt aus, z.B. Event Marketing, SEO oder Social Media, und eigne dir die nötigen Skills selbst an. Viele Wege führen zum gleichen Ziel - einer davon passt sicherlich auch für dich!

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Einstieg in die Sportbranche: So gelingt es dir

Was sind die ersten Schritte in die Sportindustrie?

Oder anders gefragt: Wie machst du aus deinem Interesse an Sport eine Karriere? Ob nun als Quereinsteiger und Neueinsteiger - um deine Kariere im Sport Business zu starten, solltest du bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Abhängig vom angestrebten Berufsfeld, können die Anforderungen sich natürlich unterscheiden. 

Einstieg in die Sportindustrie für (angehende) Studenten und Hochschulabsolventen

Zu studieren bringt dir grundsätzlich schon mal die notwendigen akademischen Qualifikationen für eine zukünftige Karriere im Sport

Diese Studiengänge eignen sich für eine Sportkarriere

Falls du bei einem Sportteam arbeiten möchtest, solltest du auf jeden Fall Sportwissenschaften studieren. Für alle anderen Berufsfelder, sind generische Studiengänge genauso ideal, um notwendiges Fachwissen zu sammeln, da eine Sportmarke natürlich genauso unternehmerisch aufgestellt ist, wie andere Firmen. Das sind zum Beispiel Journalismus für Sportjournalisten, Wirtschaftsstudiengänge für Sportmarketing und Vertrieb, Event Management für Sport Event Manager, Produkt Design für Sportproduktdesigner

Zeige dein Interesse an Sport im Lebenslauf

Für Einsteigerpositionen ist normalerweise keine spezifische Sportausbildung notwendig. Für die Unternehmen ist natürlich ein Interesse für Sport wichtig, so dass du den Sport, den du machst, auf jeden Fall auch im Lebenslauf aufnehmen solltest. Denn Sport zeigt, dass du ins Team passt, einen Einblick in die Sportindustrie mitbringst und wird zudem oft mit bestimmten Soft Skills assoziiert. Wie du Sport richtig im Lebenslauf angibst und was er einem Recruiter über dich sagt, findest du im letzten Blog.

Ergänze dein Studium mit praktischer Erfahrung im Sport

Ein Verständnis für die Industrie kannst du zudem durch Nebenjobs, Werkstudentenstellen oder Praktika im Sport zeigen.

Eine weitere Option ist auch das Aushelfen durch ehrenamtliche Tätigkeiten, beispielsweise bei (Jugend-)Sportveranstaltungen oder Wettkämpfen bei dir vor Ort. Auf diese Weise sammelst du nicht nur Erfahrung, sondern knüpfst zudem auch meist noch Kontakte, die dir beim Einstieg helfen können.

Umorientierung im bestehenden Job: Gründe für einen Wechsel in die Sport-Branche

Eine Neuorientierung im Job ist oft mit einigen Hindernissen verbunden - denn wer einen Neuanfang in einem anderen Beruf wagt, steht oft wieder am Anfang der eigenen Karriere. Aber nicht immer muss es eine komplette Kehrtwende sein: Um den eigenen Job wieder interessanter zu machen, reicht manchmal bereits ein Branchenwechsel

Denn was vielen im Job fehlt, ist - neben einem guten Gehalt und unpassenden Arbeitszeiten - oft ganz klassisch Langeweile im Job. Das kann an Unterforderung liegen, fehlenden Entwicklungschancen, aber auch weil der Sinn im Job fehlt bzw. die Identifikation mit einem Arbeitgeber oder der Branche selbst nicht existiert („Warum mache ich das hier eigentlich?“). 

In 2021 haben 48% der deutschen Arbeitnehmer Interesse an einem Arbeitgeberwechsel. Ist für viele der Hauptgrunde eine bessere Bezahlung, ist für über ein Drittel die Suche nach interessanten Arbeitsinhalten der Beweggrund. Auch die Unternehmenskultur spielt eine wichtige Rolle. Quelle: Ey Jobstudie Karriere 2021

Wenn Sport für dich ein wichtiger Teil deines (persönlichen) Lebens ist, kann also die Möglichkeit diesen mit deinem Beruf zu vereinen, die tägliche Arbeit gleich viel attraktiver gestalten. Denn vielleicht nutzt du die Produkte deines zukünftigen Arbeitgebers selbst, teilst die gleichen Interessen mit deinen Kollegen und kannst deinen eigenen Blick auf die Produkte als Teil der Zielgruppe mit einbringen. 

Sprich: Du kannst hinter der Branche stehen, hinter deinem Arbeitgeber und findest eine neue Leidenschaft, für das, was du tust.

Die Voraussetzungen für einen Umstieg in die Sportindustrie

Für einen Branchenwechsel in die Sportindustrie benötigst du vor allem deine bisherigen Erfahrungen und Expertise im Job, um im gleichen Beruf wieder einzusteigen oder dich in einem ähnlichen Feld weiterzuentwickeln, sowie Interesse für den Sport und ein Verständnis für die Industrie.

Letzteres kannst du dir leicht anlesen: Verfolge die Entwicklungen im Sport durch digitale Fachmagazine wie SGI Europe oder in entsprechenden Social Media Kanälen, zum Beispiel im LinkedIn Feed von ISPO.

Bereit für den Wechsel? Durchstöbere unsere aktuellen Sport Jobs und finde deine Karriere mit höherer Arbeitszufriedenheit.

Welchen Stellenwert hat Sport im Lebenslauf?

Welchen Stellenwert hat Sport im Lebenslauf

Hobbys im Lebenslauf: Ja oder nein? Deine persönlichen Interessen aufzulisten wird von manchen Branchen und Unternehmen geschätzt, von anderen als unprofessionell belächelt.
In der Sport- und Outdoor Industrie hingegen wird dein persönliches Interesse am Sport nicht nur gern gesehen, sondern meist sogar vorausgesetzt. Sport gehört also zu den essentiellen Bestandteilen des Lebenslaufs im Business. Denn deine sportliche Aktivität gibt nicht nur Einblicke in deine Persönlichkeit, sondern zeigt auch, ob du zur Marke und ihrem Produktportfolio passt.

Wie wird Sport im Lebenslauf interpretiert?

Ein Recruiter sieht in deinem angegebenen Hobby zwei Dinge:
A) Ein Einblick in deine Persönlichkeit und B) Dein Verständnis für eine Marke und ihre Produkte

Was sagt welche Sportart über deine Persönlichkeit aus?

Alle Sportarten zeigen, dass du körperlich aktiv bist. Die Bedeutung von körperlicher Fitness bzw. regelmäßiger Bewegung auf deine physische und mentale Gesundheit ist nicht nur für dein Wohlergehen wichtig, sondern wird auch von Personalverantwortlichen erkannt. Sportliche Menschen sind oft stressresistenter und konzentrierter, da Sport Stresshormone abbaut und das Nervensystem stärkt. Du zeigst damit, dass du einen Ausgleich zu deiner Arbeit schaffen kannst, was sich langfristig auch positiv auf die Jobzufriedenheit auswirkt.

Bestimmte Sportarten werden außerdem gern mit bestimmten Soft Skills assoziiert. Grundsätzlich gilt: Wenn du dein Hobby regelmäßig ausführst zeigst du, dass du zuverlässig bist und Selbstdisziplin mitbringst, egal, um welchen Sport es sich handelt.

  • Mannschaftssportarten: Mannschaftssportler sind es gewohnt, in einem Team zu agieren, es sind buchstäblich Teamplayer. Als Fußballer, Basketballer, Handballer und co. zeigst du also, dass du soziale Skills wie Einfühlungsvermögen, Kommunikationsstärke und Kooperationsfähigkeiten mitbringst.
  • Extremsportarten: Surfen, BMX, Downhill Biken oder Skaten, Freeski und co. - die nicht-so-klassischen Sportarten werden immer beliebter, was auch das Bild von ihnen langsam, aber sicher transformiert. Vor 20 Jahren haben viele Recruiter Actionsport als negativen Punkt in deiner Bewerbung angesehen, da das Risiko, dich zu verletzen und somit auszufallen, deutlich höher ist als in konventionellen Hobbys. Heutzutage, zumindest in der Sportindustrie, sieht das ganz anders aus. Natürlich zeigen die oben genannten Aktivitäten eine gewisse Risikobereitschaft, aber das kann man auch positiv interpretieren. Mut, neues auszuprobieren und ein gesundes Selbstbewusstsein sind relevant für viele Sport Jobs, bei denen nicht nur operatives Tagesgeschäft auf dem Plan steht. Außerdem haben Extremsportler oft moderne statt traditionelle Ansichten, sind offen und neugierig.
  • Selbstorganisierte Sportarten: Joggen, Walken, Fitnesstudio und co. Sportarten, bei denen du dich selbst organisierst, werden gerne mit Struktur, Organisation, Gewissenhaftigkeit, Ausdauer und Zuverlässigkeit assoziiert. Jeder, der 05:30 Uhr vor der Arbeit erst noch Joggen geht, kann das sicher bestätigen.
  • Outdoor Sportarten: Wandern, Trailrunning, Mountainbiken - diese Sportarten werden vor allem von Outdoormarken gern gesehen. Normalerweise zeigen Sportarten, die du in der Natur oder sogar abhängig von dieser ausführst, dass du ein besseres Verständnis für deine Umwelt hast. Outdoorsportler haben meist aus ausgeprägteres Umweltbewusstsein. Nachhaltigkeit ist ihnen bei Produkten und Unternehmen oft wichtig. Willst du dich also bei eine Unternehmen mit Nachhaltigkeitsrichtlinie bewerben, passt du mit deiner Outdoorliebe meist gut in die Unternehmenskultur.

It’s a match: Dein Sport deckt sich mit den Produkten der Marke

Du brennst für einen Sport, vielleicht sogar für eine bestimmte Marke und auf einmal posten sie eine Stellenanzeige, die nach deinem Wunschjob klingt - das ist das Idealszenario.
Wenn dein Hobby, sprich deine ausgeführte Sportart, stellenrelevant ist, wertet dies deinen Lebenslauf immer auf. Das kann z.B. Trail Running sein, wenn du dich für eine Outdoor Marke bewirbst, oder Snowboarden bei einer Wintersportmarke. Denn im Normalfall weißt du selbst, was du von einem Produkt oder einer Marke erwartest, dass du selbst nutzen würdest und kannst deine Perspektive ins Unternehmen positiv einbringen.


Das sagen Personalverantwortliche zur Relevanz von Sportinteresse bei Kandidaten:

"Es geht darum, den Zugang zur Zielgruppe, zum Markt, den Blickwinkel zur Sportindustrie zu haben. Da hilft es sicherlich, selbst auch sportlich aktiv zu sein. Wenn jemand sich zweimal die Woche die Laufschuhe schnürt, reicht das aus. Das muss kein Marathonläufer sein."

Nils Grote, Sales Manager bei Altra

"Um ehrlich zu sein, denke ich, dass man, wenn man für eine Lifestyle- oder Outdoor-Marke arbeitet, eine Leidenschaft für das haben sollte, was die Marke tut und repräsentiert. Meiner Meinung nach kann man sich nur dann voll einbringen. Wenn du für die führende Outdoor-Marke arbeiten willst, musst du eine Leidenschaft für die Natur haben."

Marco Mombelli, Brand Experience Manager bei The North Face

Zudem gibt es im Unternehmen sicher viel Teammitglieder, die ähnliche Hobbys wie du mitbringen, was sich positiv auf die Stimmung und Unternehmenskultur auswirkt. 

Wie sieht es aus, wenn du Sport treibst, dieser aber nicht dem Produkt der Marke entspricht? Das tut im Normalfall deiner Bewerbung keinen Abbruch. Gute Team Leads wissen, dass eine Mischung verschiedenster Persönlichkeiten ein gutes Team ausmachen, da sie sich ergänzen, unterschiedliche Perspektiven und Anstöße einbringen. Du zeigst trotzdem ein Interesse für Sport und die damit verbundenen Werte, die in der Sportindustrie so wichtig sind.

Welche Sportarten gehören nicht in den Lebenslauf?

Im allgemeinen gilt: Ist dein Hobby nicht stellenrelevant, hat es im Lebenslauf nichts zu suchen. Wie aber bereits erwähnt, ist Sport in der Sportindustrie - wie der Name schon sagt - eigentlich immer jobrelevant. Eigentlich gibt es sportbezogen also wenige Tabus im Lebenslauf. Wichtig ist nur, dass du es nicht übertreibst. Du musst nicht alle Sportarten angeben, die du betreibst, entscheide dich statt dessen für 1-3, die du regelmäßig machst und die zur Stelle passen. 

Ein paar Ausnahmen gibt es allerdings schon:

Ist das Unternehmen ein Traditionsunternehmen macht es sicher mehr Sinn, eher konventionelle Sportarten anzugeben - obwohl ein ungewöhnliches Interesse sicher auch Aufmerksamkeit auf deine Bewerbung lenken oder eine persönliche Verbindung herstellen kann.

Setzt ein Unternehmen auf Nachhaltigkeit, ist Motocross vielleicht auch nicht die beste Wahl im Lebenslauf. 

Bedeutet: Entscheide je nach Bewerbung individuell, angepasst auf das Unternehmen, was du angibst, und was nicht.

Wie gebe ich Sport im Lebenslauf an?

Und wie trage ich meine Hobbys nun in der Bewerbung ein? Am besten setzt du sie als Unterpunkt in deinen Lebenslauf. Hobbys gehören außerdem immer ans Ende des Lebenslaufs, da in erster Linie deine Fachkenntnisse für eine Rolle Priorität haben.

  • Überschrift: „Interessen und Engagement“ oder „Persönliche Interessen“
  • Anzahl: Maximal 1-3 Sportarten, am besten jobrelevante Sportarten auswählen
  • Statt Liste eine persönliche Beschreibung:
    • Wenn du „Laufen“ oder „Fahrradfahren“ aufführst, wirkt das etwas unpersönlich und geradezu langweilig. Beschreibe dein Hobby etwas ausführlicher und im Detail
    • Beispiel: Joggen: Morgendliche 5km Laufrunde seit 5 Jahren 
    • Beispiel: Basketball seit meinem 15. Lebensjahr, aktuell Shooting Guard bei MTV Kornberg Towers in der Regionalliga

Meilensteine und Erfolge - aufzeigen oder nicht aufzeigen?

Meilensteine und Erfolge gehören an sich nicht in den Lebenslauf, denn du bewirbst dich ja nicht auf eine Stelle als Sportler für eine Mannschaft. Darüberhinaus kann es schnell so wirken, als würdest du damit angeben, was dich nicht sehr teamfähig dastehen lässt. Dein Sportlebensauf ist also irrelevant, z.B. Vizemeister 2007, Pokalsieger 2014.

Ausnahme: Zeigst du durch deinen Meilenstein bestimmte Skills relevant für die Stelle oder eine Verknüpfung zur Marke (z.B. gesponserte Events von großen Unternehmen), solltest du es mit angeben.
Beispiel: 5km Joggen jeden Morgen seit 5 Jahren, Teilnahme an Run For the Oceans 2022

Wenn du dich bei adidas bewirbst, die den Run For the Oceans Lauf organisieren, zeigst du durch die eigene Teilnahme, dass du dich mit dem Unternehmen beschäftigt hast und deren Mission teilst. 

Wie dir die Angabe von Sport das Bewerbungsgespräch erleichtern

Durch die Angabe deiner Sportart im Lebenslauf kannst du dir sicher sein, dass dein Interviewer im Laufe des Gesprächs darauf zurückkommen wird. Da du dich hier im vertrauten Gebiet bewegst, kann dies eigentlich nur ein Plus für dich sein. Denn: Bei Gesprächen über die Sportart kannst du deine Produkterfahrung zeigen, deine Stärken und einen Teil deiner Persönlichkeit. 

So baust du dein Netzwerk in der Sportindustrie auf

Egal, ob du neu im Sportbusiness bist oder schon seit Jahren dazugehörst: Generell solltest du dir in jedem Beruf ein professionelles Netzwerk aus Menschen aufbauen, die in der gleichen Branche oder in verwandten Funktionen arbeiten wie du.

Warum brauchst du ein Netzwerk?

Nutze externes Wissen, um neue Ideen zu bekommen oder dich bei Projekten beraten zu lassen 

Dein Netzwerk ist ein Schwarm voller Fachwissen und Erfahrungen. Ganz gleich, ob es sich um Kollegen handelt, die im gleichen Bereich wie du arbeiten, oder um fachfremde Menschen: Sie alle bieten dir die Chance auf eine neue Perspektive auf Projekte, können dir Ratschläge geben, wenn du nicht weiterkommst, oder dich sogar als Mentor unterstützen. Während der direkte Austausch über Projekte meist eher in kleineren Gruppen von Gleichgesinnten statt findet, wie z. B. in sogenannten Mastermind-Gruppen, ist der Austausch von Best Practices, gemeisterten Herausforderungen oder Tipps zu Software, Innovationen und Trends gängige Praxis in karriereorientierten sozialen Medien wie LinkedIn oder Xing. 

Deinen Ruf verbessern

Wenn du an Veranstaltungen teilnimmst oder dich an Online-Diskussionen beteiligst, hilft dir das, dein Ansehen in deinem Arbeitszweig zu steigern. Auch wenn es anfangs vielleicht beängstigend ist, oder sich seltsam anfühlt, seine eigene Meinung zu beruflichen Themen und gemachte Erfahrungen öffentlich zu teilen, wird es mit der Zeit deutlich einfacher.
Alles in allem wird dies nicht nur deine persönliche/berufliche Marke aufbauen, sondern auch dein Selbstbewusstsein stärken. Eine Meinung bilden, Wissen zu teilen und Menschen selbstsicher zu beraten, sind alles notwendige Soft Skills für Führungspositionen - ein Plus, wenn du deine Karriere vorantreiben willst.

Bessere Jobchancen

Dein Netzwerk ist ein wichtiger Faktor, um für eine neue Stelle in einem neuen Unternehmen in Betracht gezogen zu werden. Nicht umsonst nennt man persönliche Beziehungen umgangssprachlich auch "Vitamin B".
Sportjobs sind sehr gefragt, daher musst du für fast jede Stelle mit anderen Bewerbern konkurrieren. Vor allem bei etablierten Marken wie adidas, Nike, Vans & Co. gibt es teilweise Hunderte von Bewerbern, die sich auf eine Stelle bewerben.

Selbst wenn du der geeignetste Kandidat für den Job bist, kann es sein, dass der Personalverantwortliche deine Bewerbung aussortiert, wenn sie nicht heraussticht. Hast du aber eine persönliche Empfehlung, beispielsweise eines internen Mitarbeiters, gewinnt deine Bewerbung an Relevanz. Zusätzlich können dir (ehemalige) Mitarbeiter Tips geben, worauf das Unternehmen wert legt - Soft Skills, Visionen und Werte kannst du so mit in deine Bewerbung aufnehmen und zeigst so, dass du ein gutes Match bist.

Wie verbinde ich mich mit relevanten Kontakten?

Außerhalb deines persönlichen Umfelds bietet vor allem das Internet eine unendliche Weite von Kontaktmöglichkeiten. Fast jeder hat schon einmal von Xing und LinkedIn gehört, spezielle Soziale Netzwerk, die auf Networking ausgelegt sind. Kurz oder lang ist ein persönliches Profil dort unerlässlich. Anfänglich kannst du dich dort mit persönlichen Kontakten aus deinem Privatleben verbinden. Wenn du konkrete Verbindungen im Auge hast, verbinde die Kontaktaufnahme aber immer mit einer persönlichen Nachricht und einem Grund - nicht jeder sammelt Kontakte in den Sozialen Medien wie Panini Sticker zur Weltmeisterschaft. 

Online ist die Infrastruktur also recht gut ausgebaut. Wie aber machst du nötige Verbindungen offline?

Die meisten Städte bieten sogenannte After Hour Events an, bei welchem sich Arbeitnehmer aus verschiedensten Unternehmen treffen. Das Ziel ist dort meist, in entspannter Atmosphäre, zu "networken". Alternativ kannst du online auch mal nach lokalen Stammtischen der Sportbranche oder deines Berufsfelds suchen - konkret kann das z.B. ein Online Marketing Stammtisch in Hamburg sein. Auf den regelmäßigen Veranstaltungen werden meist Best Practices ausgetauscht oder Kurzvorträge zu bestimmten Themen gehalten - das ist also nicht nur super für neue Kontakte, sondern baut zudem direkt deine Expertise mit auf.

Vor allem in der Sportindustrie hast du außerdem die Chance große Events als Plattform zum Netzwerken zu nutzen. 

Kommende Veranstaltungen zum Aufbau deines Netzwerks

Auf Veranstaltungen der Sportindustrie kommt das Who-is-who zusammen. Neben Fachbeiträgen und Geschäfte machen, steht bei größeren Veranstaltungen Netzwerken auch immer ganz oben auf der Agenda. Drei Veranstaltungen, die wir dir ans Herz legen können, sind beispielsweise:

OutDoor by ISPO:

  • Was: Das wichtigste Branchentreffen des Jahres. Die Veranstaltung richtet sich an Geschäftsleute, um einen Einblick in Innovationen und Trends zu bekommen und sich mit anderen Menschen zu vernetzen.
  • Wann: Jun. 2022, 12 - 14
  • Wo: MOC Messe München, Deutschland

-> Mehr über die OutDoor by ISPO 2022

ISPO München:

  • Was: Die weltweit führende Fachmesse für das Sportbusiness.
  • Wann: Nov. 2022, 28 - 30
  • Wo: Messe München, Deutschland

-> Mehr über ISPO München 2022

Wie "netzwerke" ich auf einer Veranstaltung?

Du hast es zu einem passenden Event geschafft und bist bereit, so viele Personen wie möglich zu treffen? Dann solltest du direkt innehalten und statt dessen

Herausfinden, wen du kennen lernen möchtest

Bekanntermaßen geht Qualität über Quantität - das gilt auch für dein Netzwerk. Bevor du unüberlegt losstürmst, finde bereits vorab heraus, wer auf dem Event ist und welche Verbindungen für dich sinnvoll sind. Das können Mitarbeiter von Unternehmen sein, die dich interessieren oder Headhunter und Recruiter.

Auf den Veranstaltungs-Websites findest du normalerweise eine Aussteller- oder Vortragsverzeichnis, die dir zeigen, wer die Veranstaltung besucht. 

Sei neugierig und interessiert

Vielleicht ist deine Absicht durch deine Verbindung einen Job zu ergattern. Wenn dies dein einziges Ziel für neue Kontakte ist, wirst du damit nicht weit kommen.

Um Hilfe oder einen Gefallen bitten, bedarf einer persönlichen Basis. Eine professionelle Beziehung, wie jede Beziehung, sollte wechselseitig sein. Zeige Interesse am Karriereweg deines Gegenübers, am Unternehmen - es beweist, dass du ihre Arbeit und Person wertschätzt. Konstruktives Feedback und Ideenaustausch sind auch großartige Möglichkeiten, um sich effektiv zu verbinden.

Halte deine Kontaktdaten bereit

Hier geht es nicht um Visitenkarten - davon sind auf Events meist eh zu viele im Umlauf.
Halte dein Handy bereit, tausche direkt Nummern oder E-Mail-Adressen aus oder verbinde dich auf einem der Sozialen Netzwerke.
Nach der Veranstaltung ist dieser Kontakt deine Möglichkeit, die Verbindung nachzufassen. Wenn die Veranstaltung vorbei ist, schick ihnen eine Nachricht, in der du dich über die Bekanntschaft freust. Vielleicht kannst du sogar noch weitere Gesprächsthemen anbieten.

Die Nachbereitung: Vergiss nicht, dich um dein Netzwerk zu kümmern




Auf der anderen Seite kannst du dich in den sozialen Netzwerken oder per E-Mail auf dem Laufenden halten. Teile deine eigenen Erfahrungen in deinem Feed, kommentiere die Beiträge deines Netzwerks oder teile interessante Inhalte direkt in einer privaten Nachricht - das sind gute Möglichkeiten, um in Kontakt zu bleiben. Vergiss aber nie, dass die Grundlage eines Business-Netzwerks professionell ist. Das Teilen von Memes mag ein einfacher Weg sein, um Kontakte zu knüpfen, aber es macht dich nicht zu einem wertvollen beruflichen Kontakt.

Kümmere dich gut um dein Netzwerk

Sich zu verbinden ist zwar der Anfang eines funktionierenden Netzwerks, aber noch lange nicht das Ende. Wie in jeder Beziehung braucht auch ein berufliches Netzwerk Aufmerksamkeit und Pflege, sonst schläft es ein.

Bleibe mit deinem Netzwerk in Verbindung. Das kann auf persönlicher Ebene durch ein Mittagessen geschehen (falls ihr euch auf persönlicher Ebene ebenfalls gut versteht und euch in der gleichen Stadt befindet). Alternativ ist ein persönliches Treffen bei Veranstaltungen, an denen ihr beide teilnehmt, ein guter Moment, Kontakte aufzufrischen.

Online ist sicherlich die leichteste Variante , sei es durch soziale Netzwerke oder per E-Mail. Teile deine eigenen Erfahrungen oder relevante Branchennews in deinem Feed, kommentiere die Beiträge deines Netzwerks oder teile interessante Inhalte direkt in einer privaten Nachricht. Vergiss aber nie, dass die Grundlage eines Business-Netzwerks professionell ist. Das Teilen von Memes mag auf persönlicher Ebene gut funktionieren, es macht dich allerdings nicht zu einem wertvollen beruflichen Kontakt.

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Dein Leitfaden zur Auswahl des richtigen Praktikums

Wenn du im Studium steckst, kommt irgendwann der Moment, in dem du das, was du gelernt hast, auch enbringen möchtest. Theorie ist sicher schön und gut, aber gerade bei Sport bezogenen Berufen ist der Drang sich auszuprobieren sehr hoch. Ein Praktikum ist dein Einstieg in die Sportbranche. Deine Möglichkeit, dir verschiedene Unternehmen und Bereiche anzuschauen und rauszufinden, was dich interessiert und wo deine Stärken liegen. Praktika haben sich zu einem unverzichtbaren Bestandteil fast jedes Studiums entwickelt, vor allem im Sport Management.

Ein Sport Management Studium öffnet dir die Türen für beinahe alle Abteilungen, von Marketing, Eventmanagement, Human Recourses über Produkt Management und co. Vielleicht hast du im Studium auch schon einen passenden Schwerpunkt gewählt, dem du Taten folgen lassen willst.

Dabei den richtigen Praktikumsplatz zu finden, ist gar nicht so einfach. Durch unsere Arbeit mit internationalen Sportunternehmen sind wir die letzten Jahre aber über zahlreiche Praktikumsanzeigen und -berichte gestolpert, und wissen genau, was ein gutes Praktikum ausmacht. 

Die zwei Arten von Praktika, die man vermeiden sollte

Machen wir es kurz: Es gibt zwei Arten von Praktika, die einen schlechten Ruf haben, und das zu Recht.

A) Die billige Arbeitskraft

Viel anspruchsvolle Arbeit, aber keine Bezahlung? Das war früher das Nummer 1 Klischee eines Praktikums. Zum Glück sind in einigen Ländern, zum Beispiel in Frankreich oder Deutschland, die Unternehmen gesetzlich verpflichtet, ihre Praktikanten zu bezahlen, solange es ein Pflichtpraktikum ist. Wenn du allerdings ein frewilliges Praktikum außerhalb deines Studiums absolvieren möchtest, kann es leider sein, dass dir keine Bezahlung angeboten wird. Ganz klarer Rat von uns: Such solange, bis du eins findest, was dich fair vergütet. Ein Unternehmen, was dir deinen Wert zugesteht, ist es auch Wert, dass du deine Zeit und Ideen einbringst. 

B) Die bedeutungslose Fleißarbeit: Ablage, Kaffee kochen und Dienstbote spielen


Es gibt immer noch diese Art von Praktika, bei denen deine Betreuer einfach keine Zeit zu haben scheinen, dir etwas zu zeigen oder zu erklären. Statt dessen erwartet dich Beschäftigungstherapie. Um es kurz zu machen: Es bedeutet, dass sie als Betreuer, sei es wegen schlechtem Zeitmanagement oder fehlender Motivation versagt haben. Ein Praktikum ist dazu da, dir Einblicke in den Job zu geben, deine Gelernten Fähigkeiten einzusetzen (und zu hinterfragen) und dich zu einem Teil eines Teams zu machen. Deine Talente und Ideen einzubringen ist ein Gewinn für ein Team. Erfolgreiche Unternehmen wissen das auch ziemlich genau.

Aber wie findest du vorab heraus, was dich wirklich erwartet? Einen Garant gibt es nicht, aber normalerweise enthalten Praktikumsausschreibungen Informationen über deine konkreten Aufgaben und Projekte. Wenn das nicht der Fall ist, rufe vorher einmal den angegebenen Ansprechpartner an und frage nach mehr Details. Wenn sie keine liefern können, solltest du dich eher nicht bewerben und lieber weitersuchen. 

Wie wähle ich ein Praktikum aus?

Ein Praktikum ist dein Einstieg in die Sportbranche, in ein Unternehmen oder eine Marke und in einen Karriereweg. Es bietet dir die Möglichkeit, in verschiedene Unternehmen und Abteilungen hineinzuschauen und herauszufinden, was dich interessiert und wo deine Stärken liegen. Natürlich kannst du auch mehr als einen Job ausprobieren, um herauszufinden, was dir gefällt. Aber die meisten von euch wissen bereits - zumindest grob - was für einen Job ihr gerne hättet. Das Praktikum gibt dir die Möglichkeit, zu überprüfen, ob du auf dem richtigen Weg bist oder ob ein anderer Weg vielleicht mehr in deinem Interesse liegt.

Je nach Studiengang gibt es eine Menge möglicher Karriereoptionen, aus denen du wählen kannst.
Ein Sportmanagement-Studium öffnet dir die Tür für fast alle Jobs im Sportbusiness, von Marketing, Eventmanagement, Personalwesen bis hin zu Produktmanagement und mehr.
Andere Studiengänge, wie z.B. Sportjournalismus, schränken deine mögliche Auswahl ein, auf Jobs in Medien oder Medienabteilungen.

Um es kurz zu machen: Wähle ein Praktikum in einem Bereich, der dich interessiert und für eine Marke oder ein Unternehmen, für das du dich begeisterst. Sei es wegen ihrer Produkte, weil du tolle Dinge über ihre Teams und Arbeitskultur gehört hast, wegen ihres Standorts oder weil sie die innovativsten/kreativsten/sozialsten/usw. sind.

 

Wo sollte ich mein Praktikum absolvieren?

Die sichere Wahl: Suche nach einer Praktikumsstelle in deiner Heimatstadt

Wenn du nach einer Praktikumsstelle suchst, ist die Suche in der Nähe deiner Heimatstadt eine sichere Wahl, vor allem wenn es darum geht, zusätzliche Aufgaben wie die Suche nach einem neuen Zuhause und den Aufbau eines Netzwerks zu vermeiden. Dort zu bleiben, wo du lebst, bedeutet, deine bekannte Umgebung zu behalten: Zimmer/Wohnung, Freunde und Familie, Aktivitäten. Es bedeutet, dass du dich voll und ganz auf die Erfahrung des Jobs konzentrieren kannst. Außerdem kann das persönliche Netzwerk zu Hause ein großer Beschleuniger bei der Suche nach einem Praktikumsplatz sein, da es dir Verbindungen und Empfehlungen bietet.

Das Abenteuer: Ein Praktikum im Ausland

Ein Praktikum im Ausland bietet dir eine interkulturelle Erfahrung

Warum solltest du ein Praktikum im Ausland machen?

Ein Auslandspraktikum ist vor allem eine tolle Gelegenheit, deine neuen Erfahrungen von der Arbeit auf dein Leben auszuweiten. Es bietet dir ein interkulturelles Abenteuer! Während du vielleicht denkst, dass ein Praktikum eine Chance ist, sich beruflich zu orientieren und Wissen zu erlangen, kann es auch Wachstum in sprachlichen, kommunikativen, kulturellen und psychologischen Themen bieten, besonders wenn du in eine neue Kultur und Sprache verstrickt bist. Du wirst weit über dich hinauswachsen.

Auf beruflicher Ebene kann ein Auslandspraktikum ein großes Plus für dich sein, um in Zukunft eingestellt zu werden. Gerade Unternehmen, wie z.B. Adidas, Nike oder VF, agieren weltweit, mit Hauptsitzen in Europa & den USA. Ein Verständnis für die internationale Wirtschaft und Arbeitskultur in verschiedenen Ländern zu erlangen, ist von großer Bedeutung, wenn du deine zukünftige Karriere bei einer ihrer Marken planst.

Werden Praktika bezahlt?

Wie wir bereits oben schon mal erwähnt haben, sind Unternehmen in einigen Ländern gesetzlich verpflichtet, ihre Praktikanten zu bezahlen, sofern das Praktikum ein verpflichtender Teil des Studiums ist. Leider ist das nicht überall der Fall. Und die Regel gilt außerdem nicht für freiwillige Praktika.

Zum Glück wissen viele Sportmarken um den Wert junger Talente und bieten - wenn auch zum Teil nur in kleinem Maße - ein Gehalt und andere Vergütungen. Unser Ratschlag: Nimm kein unbezahltes Praktikum an! Deine Arbeit ist wertvoll, auch wenn ein Personalverantwortlicher dir vielleicht sagt, dass es mehr Arbeit ist, dich zu unterrichten, als das, was du einbringst. Das stimmt einfach nicht und würde bedeuten, deine Talente auszubeuten.

Normalerweise sollte die Stellenbeschreibung bereits Informationen über die Bezahlung enthalten. Wenn das nicht der Fall ist und es auch in deinem ersten Gespräch nicht zur Sprache gekommen ist, ist es angebracht, am Ende des Gesprächs nach den Arbeitsbedingungen zu fragen.

Suche nach internationalen Praktika in der Sportbranche

Das richtige Praktikum zu finden ist nicht einfach und du solltest auf jeden Fall etwas Zeit und Mühe investieren, um wirklich verschiedene Stellenangebote von verschiedenen Unternehmen durchzusehen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was dich erwarten kann. Sowohl arbeitstechnisch als auch gehaltstechnisch.

Wir empfehlen dir, unsere Jobbörse zu nutzen, um einen Blick auf die verschiedenen Praktikumsangebote in den Bereichen Sportmanagement, Marketing, Eventmanagement und Co. von internationalen Sportunternehmen und Agenturen in ganz Europa zu werfen. Du kannst direkt nach Praktika filtern, um alle Möglichkeiten zu sehen.

Viel Erfolg bei deiner Suche!

Gebündelte Kernkompetenzen in der Sportindustrie: SGI Europe und Sportyjob starten Kooperation

Bidart / München, 08.12.2020

Sportyjob, die Online-Jobplattform für die Sportindustrie, und Sporting Goods Intelligence Europe, die führende Publikations- und Informationsplattform für Führungskräfte in der Sportindustrie, tun sich zusammen.

Firmen und Marken können ihre Stellenangebote in Zukunft unter jobs.sgieurope.com veröffentlichen, welche dann simultan auch auf sportyjob.com und in deren Partnernetzwerk gestreut werden. Jobanzeigen erreichen so mehr als 100.000 Kandidaten aus der Sportindustrie monatlich. Umgekehrt erreichen die Kunden von Sportyjob nun auch das hochkarätige, internationale Publikum von Entscheidungsträgern von SGI Europe.

Der Vorteil liegt laut Andy Gugenheimer, CEO von Sportyjob, dabei auf der Kombination der informationsbezogenen Kernkompetenzen der beiden Partner: „Das gemeinsame Angebot von SGI Europe und Sportyjob ist eine natürliche Erweiterung der erstklassigen Dienstleistungen der beiden führenden Akteure in ihrem jeweiligen Geschäftsfeld. Es wird einen schnelleren und leichteren Zugang zum Stellenmarkt und industrierelevanten News für Unternehmen und Arbeitssuchende bringen.“

Mit dieser Kooperation erweitert SGI Europe, Teil von EDM Publications, sein bestehendes Produktportfolio, das Führungskräften der Sportindustrie Einblicke, Daten und Analysen über den internationalen Sportartikelmarkt bietet. Durch die Zusammenarbeit von EDM mit Sportyjob kommt nun ein Rekrutierungsservice hinzu, der Sportunternehmen bei der effektiven Suche nach hochkarätigen Mitarbeitern unterstützt.

Für Sportyjob ist SGI Europe ein starker Partner, um die bestehende Reichweite intelligent und branchenspezifisch zu erweitern. Seit 2008 ist Sportyjob, ein Tochterunternehmen der führenden Sport-Headhunting Agentur AG Sport Consulting, als Karriereportal spezialisiert auf die europäische Sportindustrie aktiv. Neben der Stellenbörse agiert Sportyjob als Informationsplattform mit Brancheninsights, Unternehmens- und Hochschulprofilen, sowie spannenden Interviews und Artikeln rund um die Karriere im Sport. Als Teil der Kooperation wird Sportyjob zudem in Zukunft ein News-Feed von SGI auf ihrer Website einbinden.

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Vom Athleten zum Marketing-Direktor: Hanane Sabri von Kipling

Hanane Sabri, Marketing-Direktorin von Kipling, Teil der VF Corporation, in Hongkong, ist seit mehr als 20 Jahren in der Sport- und Modeindustrie tätig. Dies ist an sich schon beeindruckend, aber noch mehr angesichts von Hananes persönlichem Hintergrund: Vor ihrer Geschäftskarriere war sie eine französische Athletin, die an nationalen und internationalen Wettkämpfen teilnahm. 2001 wurde sie in Saint-Etienne französische Meisterin im 1.500 Meter Lauf und nahm im selben Jahr an den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Edmonton teil. Zur gleichen Zeit ihres sportlichen Höhepunkts begann sie ihre Karriere in der Sportartikelindustrie, was sie zu einem großartigen Beispiel dafür macht, wie man einen reibungslosen Übergang vom Profisport zur geschäftlichen Karriere meistert.

Und da ist noch mehr. Hanane hat als muslimische Frau das höchste Niveau in einer Sportart erreicht, die in kurzen Hosen ausgeübt wird, und arbeitet heute als Mutter zweier Kinder in einer Führungsposition in einer von Männern dominierten Branche. Sie hat die Annahmen über die Rolle der Frau im Sport und in der Wirtschaft in Frage gestellt und bewiesen, dass Frauen in der Tat alles haben können.

Was können wir also von ihrem Erfolg in Bezug auf Fortschritt, Belastbarkeit und Zielstrebigkeit lernen? Hanane Sabri spricht mit uns über ihre Karriere als Sportlerin, Marketingprofi und Mutter und gibt uns neben einem Einblick in ihre persönliche Geschichte und Wertvorstellungen auch eine Lektion über harte Arbeit.

SJ: Sie vollführten Ihren beruflichen Einstieg  bereits neben Ihrer sportlichen Karriere und setzten beides fast 8 Jahre simultan fort. Wie haben Sie es geschafft, die beiden zusammenzubringen?

HS: Ich stamme aus einer Arbeiterfamilie, daher war harte Arbeit ein primärer Aspekt meiner Erziehung. Meine Eltern waren gezwungen, unter sehr schwierigen Bedingungen in Nordfrankreich zu arbeiten, um unsere Familie zu unterstützen. Sie haben also bei der Arbeit alles gegeben und sich nie beschwert, wenn sie nach Hause zurückkehrten. Von klein auf verstand ich, dass man, um erfolgreich zu sein, hart arbeiten und hartnäckig sein muss, um seine Ziele zu erreichen. Das habe ich auch aus meiner sportlichen Laufbahn gelernt. Ich bin nicht durch Fingerschnipsen französische Meisterin über 1.500 Meter geworden, genauso wenig wie andere Athleten, nicht einmal der talentierte Usain Bolt!

Es ist ganz einfach: Um in Ihrer professionellen Karriere erfolgreich zu sein, müssen Sie hart arbeiten, um als Mutter erfolgreich zu sein, müssen Sie hart arbeiten, um als Sportlerin erfolgreich zu sein, um in Ihrem Leben, in einer Beziehung erfolgreich zu sein, müssen Sie hart arbeiten und so weiter! Für alles im Leben muss man immer sein Bestes geben und vor allem auf die anderen, aber auch auf seinen Körper achten, um Leistung zu bringen.


"Ich habe verstanden, dass man, um erfolgreich zu sein, hart arbeiten und hartnäckig sein muss, um seine Ziele zu erreichen. Ich bin nicht durch Fingerschnipsen französische Meisterin im 1.500 Meter Lauf geworden, genauso wenig wie andere Athleten, nicht einmal der talentierte Usain Bolt!"

Hanane Sabri

SJ: Sind Sie stolz darauf, Ihre berufliche Karriere so begonnen zu haben?

HS: Auf jeden Fall! Es war eine intensive Zeit, genau wie mein ganzes Leben. Tatsächlich weiß ich nicht wirklich, wie ich aufhören soll, weil ich ein chronisch hyperaktiver Mensch bin [lacht]. Darüber hinaus war Adidas eine sehr gute Schule für meine frühe Karriere. Ich hatte einen CEO, Antoine Sathicq, der ein sehr inspirierender Manager war und der uns perfekt geführt hat. Durch meine verschiedenen Positionen bei Adidas konnte ich viel in den Bereichen Finanzen, Projektmanagement und Marketing lernen.

SJ: Sie sind derzeit Marketing-Direktorin bei Kipling. Hat Ihr sportlicher Hintergrund Ihnen geholfen, diese Position zu erreichen?

HS: Absolut! Mein Leben als Athletin hat mir erlaubt, drei Dinge zu verstehen: Erstens, dass man hart arbeiten muss, um seine Ziele zu erreichen.

Das zweite ist Belastbarkeit. Die Fähigkeit, trotz Hindernissen, fehlender Energie usw. weiter voranzukommen.

Das letzte ist Einfühlungsvermögen, Zuhören und die Verbindung mit anderen. Man schafft es nie allein.

Even if I have practiced a sport that is described as individual, for me it is still a team effort. I had my physiotherapist, my trainer, my hares, my relatives, etc. It was them who helped me, in part, to reach the world championships in Edmonton. For me, it is important to move forward with a team that we respect and with which we feel connected.

Darüber hinaus haben mir meine Eltern Werte wie Respekt, Teilen, Einfühlungsvermögen und Leistung mitgegeben. Leistung generell ist in mir tief verwurzelt, und das hat mich dorthin gebracht, wo ich heute bin, sei es in der Sportindustrie oder in der Modebranche.

SJ: 2018 kamen Sie in Hongkong an und schlossen sich der Folli-Follie-Gruppe an. Warum haben Sie die Sportindustrie verlassen, um im Schmuckbereich zu arbeiten?

HS: Eigentlich bin ich zuerst aus Liebe zu meinem Freund, der jetzt mein Ehemann ist, nach Hongkong gekommen. Ich wollte Mandarin lernen und mich um meine Familie kümmern. Da ich nicht aufhören konnte zu arbeiten, schloss ich mich der Folli-Follie-Gruppe an und entdeckte die Welt des Schmucks, weil ich lernen und neue Dinge auf dem asiatischen Markt entdecken wollte. Lernprozesse gefallen mir sehr gut. Nach 3 Jahren hatte ich viel gelernt, aber ich wollte mich neuen Herausforderungen stellen. Also habe ich mich bei der VF Corporation beworben. Es war nicht leicht, aber nach einigen Vorstellungsgesprächen wurde ich eingestellt! Heute bin ich sehr stolz darauf, für diese Marke zu arbeiten, die mich in die Welt des Lebensstils und der Millennials eintauchen lässt.

SJ: Was inspiriert Sie bei Kipling und was sind Ihre Ziele in diesem Geschäft?

HS: Als ich in Kipling ankam, war ich 3 Monate lang im Beobachtungsmodus. Das ist eine Regel, die ich mir bei jeder neuen Mission immer wieder auferlegt habe, denn man muss zuerst das Unternehmen und die Marke, für die man arbeitet, verstehen. Die Kollektionen, den Markt, die Verbraucher, die Mitarbeiter, die Funktionsweise der internen, aber auch der lokalen Teams, die kulturellen Unterschiede, die Unternehmenswerte, die Ziele und schließlich die eingesetzte Strategie. Über die spezifischen Ziele des Unternehmens hinaus bleibt meine Priorität der Mensch und die Beziehung zu anderen, um den Zusammenhalt des Teams und die Festlegung gemeinsamer Ziele zu gewährleisten. Ich liebe es, zu wachsen und andere wachsen zu sehen. Für mich ist die Beziehung Manager/Angestellter eine Win-Win-Beziehung, die auf Respekt, Zuhören und Leistung basiert.

Warum habe ich mich für Kipling entschieden? Ich war wirklich angetan von der neuen Führungsspitze und vor allem von ihren Zielen und der neuen Vision von Kipling. Heute wollen wir Millenials erreichen, indem wir die Botschaft vermitteln, die Welt mit Neugierde zu erkunden. Aber wir wollen ebenso ihr Leben mithilfe unserer inspirierenden und funktionellen Produkte erleichtern.Ich befinde mich völlig in dieser Botschaft. Darüber hinaus arbeite ich gerne an neuen Ladenkonzepten, um unseren Verbrauchern ein echtes Erlebnis zu bieten, sei es durch Ladenaktivierungen oder durch Merchandising-Visualisierungen, aber vor allem, um mit Asiaten zu kommunizieren, die 80% der digitalen Welt nutzen. Und dies kann den gesamten strategischen Ansatz des Online-Vertriebs für unsere eigenen Seiten kipling.com oder auf unserer Plattform Kipling Store on Tmall [die größte E-Commerce-Plattform in China und der Welt] umfassen, ohne natürlich die Bedeutung sozialer Netzwerke wie WeChat, Weibo, FB oder Instagram usw. zu vergessen.Ich befinde mich völlig in dieser Botschaft. Darüber hinaus arbeite ich gerne an neuen Ladenkonzepten, um unseren Verbrauchern ein echtes Erlebnis zu bieten, sei es durch Ladenaktivierungen oder durch Merchandising-Visualisierungen, aber vor allem, um mit Asiaten zu kommunizieren, die 80% der digitalen Welt nutzen. Und dies kann den gesamten strategischen Ansatz des Online-Vertriebs für unsere eigenen Sites kipling.com oder auf unserer Plattform Kipling Store on Tmall [die größte E-Commerce-Plattform in China und der Welt] umfassen, ohne natürlich die Bedeutung sozialer Netzwerke wie WeChat, Weibo, FB oder Instagram usw. zu vergessen. All diese Themen sind Herausforderungen, denen auf eine spaltende und spezifische Weise begegnet werden muss, um einen echten Wettbewerbsunterschied zu erreichen.

SJ: Haben Sie nach einer so inspirierenden Reise einen Rat für Studenten und Hochschulabsolventen?

HS: Tun Sie alles, um Ihre Träume zu verwirklichen und geben Sie niemals auf! Für mich ist nichts unmöglich. Ich bin der lebende Beweis! Ich habe das höchste Niveau in einem Sport erreicht, der in kurzen Hosen ausgeübt wird, obwohl ich Muslime bin. Ich habe immer in männlichen Berufskreisen gearbeitet, obwohl ich eine Frau bin, die aus einer Arbeiterfamilie stammt. Und ich habe mich sehr gut geschlagen.Ich möchte nochmals das Konzept der Belastbarkeit betonen, das für unser ganzes Leben sehr wichtig ist, ohne dabei menschliche Werte wie Respekt, Einfühlungsvermögen und Zuhören zu vergessen.


"Tun Sie alles, um Ihre Träume zu verwirklichen und geben Sie niemals auf! Für mich ist nichts unmöglich. Ich bin der lebende Beweis ! Ich habe das höchste Niveau in einem Sport erreicht, der in kurzen Hosen ausgeübt wird, obwohl ich Muslime bin. Ich habe immer in männlichen Berufskreisen gearbeitet, obwohl ich eine Frau bin, die aus einer Arbeiterfamilie stammt. Und ich habe mich sehr gut geschlagen."

Hanane Sabri

One of my daily motivations is to ask myself: which actions can I take today that could have an impact on the world, on my family, on the ecological level, and at work? I am a great player and I always take the example of dominoes, because every little gesture can have a huge impact on our lives and the lives of others. Even a smile, a moment of listening, helping someone in need even if he is a stranger to us, and so on! These little actions can give hope. And we have to share this hope because that is what makes us build a better world in the end.

Dies gilt auch für den globalen Maßstab in der Ökologie: Ich glaube an die Menschlichkeit, und wenn jeder kleine Gesten vollführt, können wir eine Gesellschaft aufbauen, die unseren Planeten Erde mehr respektiert, und unseren Kindern ein Vermächtnis hinterlassen.

Mehr über Hanane Sabri

Hanane Sabri kam im Mai 2019 als Asia Pacific Marketing-Direktorin von Kipling im Hauptquartier in Hongkong zu VF. Sie verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Einzelhandelsbranche für Mode und Sport.

Hanane hat ihren Sitz in Straßburg und begann ihre Karriere im Jahr 2000 als Finanzcontrollerin bei Adidas Frankreich. Während dieser Zeit war sie auch als nationale Athletin tätig und vertrat ihr Land bei internationalen Wettkämpfen. Hanane Sabri wurde 2004 Direktorin für strategische Planung und übernahm 2006 die Rolle der Senior Sport Marketing und Kommunikationsmanagerin, wobei sie sich auf Event-Aktivierungspläne, Produktionsplanung, Finanz- und Marktanalysen spezialisierte. Sie beaufsichtigte internationale Sportveranstaltungen wie die Olympischen Spiele in Peking, Athen, Vancouver und London und war acht Jahre lang direkt für das Französische Olympische Komitee und 18 nationale Verbände verantwortlich.

Zu den Höhepunkten von Hanane Sabris Leistung zwischen 2006 und 2015 gehörte das Management der Vertragsverhandlungen mit Athleten und Prominenten für Adidas Performance & Original, darunter mit dem renommierte Rap-Sänger Echnaton , dem zweimaligen Olympiasieger im Judo Teddy Riner und dem mehrfachen Goldmedaillengewinner und Olympiasieger im Handball Nikola Karabatic.

Bevor sie zur VF Corporation kam, arbeitete sie im Januar 2016 bei Folli Follie als deren Marketingdirektorin Asia Pacific. Sie entwickelte führende Designteams, Produktmanagement, Marketing und Kommunikation für 7 Länder und mehr als 150 Geschäfte in Japan und China.

Ihre Finanzexpertise spielt auch eine Schlüsselrolle für ihren Erfolg bei der Verwaltung der Gewinn- und Verlustrechnung für Budgets in Millionenhöhe in verschiedenen Produktlinien des Unternehmens. Hanane hat einen Master-Abschluss in Unternehmens-, Finanz- und Wertpapierrecht an der EM Master Strasbourg Business School und außerdem einen BBA und MBA in Finance an der Bowling Green State University in Ohio, USA. Derzeit lebt sie mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Hongkong.

© Portrait of Hanane Sabri by [email protected]

Über die Marke

The Kipling success story started in 1987 in the heart of the fashion capital of Antwerp (Belgium) with crinkled nylon bags. By injecting our creativity and out-of-the-box thinking into developing thoughtful designs with a casual coolness, Kipling products are created to inspire mobility and enable you to Live.Light. As more than a bag brand, Kipling represents a positive outlook on life, a light-hearted mentality, free spirit, and inclusivity. Today Kipling’s well-known bags and accessories are available around the world in 436 stores in 80 countries and can be found in more than 7500 shops, and on kipling.com.

Die Erfolgsgeschichte von Kipling begann 1987 im Herzen der Modehauptstadt Antwerpen (Belgien) mit zerknitterten Nylontaschen. Indem wir unsere Kreativität und unser unkonventionelles Denken in die Entwicklung durchdachter Designs mit lässiger Coolness einfließen lassen, entstehen Kipling-Produkte, die Mobilität inspirieren und einen "Live.Light"-Lebensstil ermöglichen. Kipling ist mehr als nur eine Taschenmarke, es steht für eine positive Lebenseinstellung, eine unbeschwerte Mentalität, einen freien Geist und Inklusivität. Heute sind die bekannten Taschen und Accessoires von Kipling weltweit in 436 Geschäften in 80 Ländern erhältlich und in mehr als 7500 Geschäften und auf kipling.com zu finden.


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