Die besten Rückfragen im Sport Job Vorstellungsgespräch

In jedem Vorstellungsgespräch in der Sportbranche gibt es den einen Moment, in dem du die Möglichkeit hast, selbst Fragen zu stellen. Auch wenn dir dies vielleicht als mögliche Hürde erscheint, als weitere Prüfung durch den Personaler, ist dieser Punkt im Gespräch eine gute Chance für dich, eventuelle Zweifel am Job oder Arbeitgeber zu klären, oder dich von der Konkurrenz abzuheben. Sieh diese Frage also als Chance.

In diesem Blog erklären wir, welche Fragen sinnvoll sind und wie du dich auf die bekannteste Frage aller Vorstellungsgespräche vorbereitest: „Haben Sie noch irgendwelche Fragen?“.

Klassische Rückfragen für das Sport Job Vorstellungsgespräch: Zum Job

Fragen, die bei jedem Job funktionieren und tatsächlich auch sinnvoll sind, für dich im Vorfeld zu klären, sind Fragen zur Rolle selbst. Dazu zählen:

  • Warum ist der Job vakant?
  • Wie ist das Team aufgestellt?
  • Anhand welcher Kriterien messen Sie den Erfolg eines Mitarbeiters im Team?
  • Welches sind die größten Herausforderungen für jemanden in dieser Position?
  • Was gefällt Ihnen an der Arbeit im Unternehmen am besten?
  • Welches sind die größten Herausforderungen, mit denen Sie/ihr Team aktuell konfrontiert sind?
  • Mit welchen Personen würde man am meisten zusammenarbeiten und warum?

Engagierte Rückfragen für das Bewerbungsgespräch: Zu Fähigkeiten und Qualitäten

Des Weiteren gibt es Fragen, die zeigen, dass du dir darüber Gedanken machst, wie du einen Beitrag zum Unternehmen leisten kannst. Diese klären nicht nur für dich eventuelle Details des Jobs, sondern zeigen Personaler gleichzeitig, dass du dich engagierst:

  • Welche Qualitäten der/die vorherige Mitarbeiter*in habt ihr besonders für diese Rolle geschätzt und würdet ihr gern beibehalten?
  • Welche entscheidenden Fähigkeiten und Eigenschaften sollte man für die Stelle mitbringen
  • Was ist erfahrungsgemäß die größte Herausforderung für neue Mitarbeiter und was ist ihr Rat, um diese zu bewältigen?

Bewertende Rückfragen: Was erwartest du selbst vom Job

Wie bereits erwähnt, ist die Fragerunde im Interview nicht nur ein Tool zu Beurteilung von dir, sondern gibt dir einen Einblick in den Job und ob er deinen Erwartungen entspricht. Schließlich ist jedes Bewerbungsgespräch im Endeffekt auch für dich eine Überprüfung, ob das Unternehmen zu deinen Werten und Erwartungen passt. Hier ist es wichtig, dass du dir selbst vorab einmal klar machst, was dein Arbeitgeber mitbringen sollte, damit du dich bei ihm wohl fühlst, was dich im Job motiviert und in was für einer Kultur du arbeiten möchtest.

Dazu zählen Fragen zu

  • Arbeitsumgebung (Großraumbüro? Einzelbüro? Persönliche Arbeitsplätze?)
  • Arbeitszeiten und -orten (wie steht das Unternehmen zu Remote Regelungen, wie sind die Kernarbeitszeiten)
  • Arbeitsalltag (wie ist die Aufteilung zwischen operativen und strategischen Arbeitsinhalten, gibt es projektbezogene Arbeit)
  • Weiterentwicklung und Aufstiegschancen (Welche Weiterbildungsmaßnahmen bietet das Unternehmen an? Welche Karrieremöglichkeiten gibt es innerhalb des Unternehmens, die sich aus dieser Position ergeben könnten?)
  • Arbeitskultur (Welche Werte werden im Team großgeschrieben? Was hat das Unternehmen während der COVID-19 für seine Mitarbeiter*innen getan, um ihren Arbeitsalltag und ihr persönliches Leben zu verbessern? Wie hat das die Arbeitskultur im Unternehmen verändert?)

Individuelle Fragen im Bewerbungsgespräch an deinen zukünftigen Arbeitgeber

Während die bisherigen Fragen für einen Großteil von Sport Jobs funktionieren, sind es doch vor allem individuelle Fragen, die dich von anderen Kandidaten im Job Interview abheben. Denn du bist sicherlich nicht der einzige Bewerber, der vorher in einer Suchmaschine nach möglichen Rückfragen gesucht und dabei möglicherweise eine ähnliche Auswahl getroffen hat, wie du. 

Das beste, was du machen kannst, ist deinen möglichen zukünftigen Arbeitgeber zu recherchieren. Zum Einen hast du so Fragen, die vom Standrepertoire abweichen, zum Anderen zeigst du deinem Interviewpartner tieferes Interesse. Im besten Fall findest du zudem weitere Punkte, die den Job für dich noch attraktiver machen, oder erfährst andererseits auch Dinge, die vielleicht ein No-Go für dich sind. Durch eine ausgiebige Recherche kannst du also nur gewinnen.

Zudem fragen Personaler Bewerber gern, was sie über das Unternehmen wissen, gehört also an sich zu jeder Verbreitung für ein Bewerbungsgespräch dazu. 

„Als ich über [x] gelesen habe, habe ich mich folgendes gefragt …“

Im Normalfall kannst du dich zur Unternehmenskultur, -werten, aber auch aktuellen Projekten auf der Unternehmenswebsite informieren. Alternativ lohnt sich aber auch ein Blick in die Nachrichten via Google oder konkreten Plattformen wie Sporting Goods Intelligence Europe. Fragen, die dir beim Lesen der Artikel in den Kopf kommen, können sinnvolle Fragen für das Interview sein - vor allem, wenn sie in irgendeiner Form mit der Position verknüpft sind, auf die du dich bewirbst.


Zwei Beispiele:

  • Allgemein: „Wie unterstützt ihre die Weiterentwicklung eurer Mitarbeiter?“
  • Konkret: „Auf eurer Website erwähnt ihr, dass ihr On-Demand-Training für eure Mitarbeiter zur Verfügung stellt. In Bezug auf die ausgeschriebene Rolle, welche konkreten Möglichkeiten bietet ihr in dem Bereich an?“ 
  • Allgemein: „Wie setzt ihr euch für ein nachhaltiges Geschäftsmodell ein?“
  • Konkret: „Ich bin vor ein paar Wochen auf einen Artikel gestoßen, in welchem ihr euer Projekt zum Thema [x] vorstellt, ein Thema, was mich persönlich sehr bewegt. Welche Möglichkeiten hätte ich als Mitarbeiter mich in solche Projekte einzubringen?“ Oder „Welche weiteren Projekte unterstützt ihr?“

Lieber vermeiden: Persönliche Rückfragen zur Person

Auch wenn Gemeinsamkeiten verbinden, solltest du persönliche Rückfragen zu deinem Interviewpartner vermeiden. Infos, die du beispielsweise in Social Media Profilen gefunden hast, haben im Bewerbungsgespräch nichts zu suchen. Das gilt übrigens in beide Richtungen. Sollte der Personaler die Rückfragen zu deinem persönlichen Leben stellen, kannst du Auskunft freundlich, aber bestimmt verweigern.

Ausnahmen sind Themen, die im Gespräch selbst eröffnet werden, beispielsweise zu sportlichen Hobbys. Bei einer Laufschuhmarke beispielsweise zu fragen, ob dein Interviewpartner selbst gern joggt oder Trailrunning betreibt, ob das Aktivitäten sind, die auch gemeinsam im Team betrieben werden, ist völlig legitim. Und zeigt Interesse daran, dich im Team integrieren zu wollen. 

Fazit

So viel Kopfzerbrechen der der Fragen-Teil des Interviews bereiten mag, ist er durch gute Vorbereitung doch schnell gelöst. Am Ende sind es zwei Dinge, die du mit etwas Engagement vorbereiten kannst, die dir sinnvolle Fragen vorgeben:

  1. Definiere, was du von dem Job erwartest und was dir wichtig ist
  2. Recherchiere das Unternehmen, dessen Werte und aktuelle Projekte

Damit bist du ideal für die Frage „Haben Sie sonst noch Fragen?“ vorbereitet. 

Weitere Tipps für dein Bewerbungsgespräch

Du möchtest dich noch besser auf dein zukünftiges Vorstellungsgespräch in der Sport Industrie vorbereiten? Wir haben noch weitere Ratschläge für dich, damit du dein nächstes Interview rockst:

8 Tipps für ein exzellentes Online Bewerbungsgespräch im Sport Business

Videointerviews sind mittlerweile in der Sportbranche gängige Praxis. Vor allem aufgrund der Entwicklungen der letzten Jahre, haben sich Online Bewerbungsgespräche in vielen Unternehmen etabliert. War es für den einen oder anderen eine Zwischenlösung, haben die Vorteile doch viele Recruiter davon überzeugt, auch weiterhin zumindest die Option auf digitale Interviews anzubieten. 

Somit ist es höchste Zeit für unseren Leitfaden zum Video Interview, der dir die richtige Vorbereitung zeigt und wie du dich am besten über das digitale Format präsentierst. 

Tipp Nr. 1: Teste die Technik immer im Voraus

Funktioniert das Video Tool für dich?
Bereits vorab informiert dich dein Interviewer, welche Software sie für das Interview verwenden: Zoom, Microsoft Teams, Skype, Google Hangouts oder was ganz anderes, die Liste ist beinahe endlos. 
Am besten lädst du dir die Software schon vorab herunter und testest, wie sie funktioniert, damit du beim Gespräch ganz entspannt in den Anruf einsteigen kannst. Denn eventuell musst du vorher bereits dein Ausgabe- und Eingabegeräte (sprich: Lautsprecher, Mikrofon und Kamera) definieren. Falls du das Programm vorab schon installiert hast, stelle sicher, dass du die aktuelle Version installiert hast oder dass dein Browser mit der Online-Version des Tools kompatibel ist.

Ist deine Internetverbindung stabil? 

Teste dein WLAN im Voraus. Für den Fall, dass das Internet nicht funktioniert, halte dein Smartphone bereit und lade den Akku auf. So kannst du notfalls deinen Hotspot aktivieren und ihn als alternative Verbindung nutzen. Die meisten Videocall Anbieter erlauben es dir auch, dich über eine Telefonnummer einzuwählen, falls dein Internet nicht funktionieren sollte. 

Ist deine Kamera für das Gespräch bereit? 

Unabhängig davon, ob du eine integrierte Kamera in deinem Notebook oder eine zusätzliche Kamera verwendest, vergewissere dich, dass die Kameralinse sauber ist (wenn nicht, säubere sie sanft mit einem weichen Tuch, am besten mit einem Brillenputztuch).

Funktioniert dein Mikrofon?
Am besten verwenden du ein externes Mikrofon, da die Qualität des integrierten Mikrofons in deinem Notebook oder Tablet oft nicht so gut ist ist. Am besten funktioniert ein Headset oder Kopfhörer mit Mikrofon. Heutzutage sind In-Ear-Kopfhörer die gängige Praxis, da sie fast nicht zu sehen sind und meist mit einem guten Mikrofon für Anrufe ausgestattet sind. Mach dir keine Sorgen, wenn du statt dessen lieber On-Ear-Kopfhörern präferierst: Wichtig ist, dass die Aufnahmequalität gut ist und sie für dich bequem sind, damit du dich wohl fühlst. Zudem kann der klassische Spruch über Piloten oder Micky Mouse auch das Eis am Anfang des Gesprächs brechen.

Zusätzlicher Tipp: Wenn du Bluetooth-Kopfhörer verwendest, stelle sicher, dass alle anderen digitalen Produkte, die eine Verbindung herstellen könnten, ausgeschaltet sind, damit du nicht versehentlich eine Verbindung zu deinem Fernseher oder Telefon herstellen, anstatt den Anruf entgegenzunehmen! 

Tipp Nr. 2: Bereite den Anrufort vor

Wähle einen Raum, in dem das Internet gut funktioniert und der ruhig ist, um Störungen während des Gesprächs auf ein Minimum zu beschränken. 

Dank der Unschärfefilter, die die meisten Video-Call-Programme bieten, ist dein Hintergrund nicht mehr ganz so wichtig. Wenn du die Möglichkeit hast, dich vor eine Wand oder einen Raum zu setzen, der wenig Ablenkung liefert, würden wir dir trotzdem dazu raten. Denn selbst wenn dein Hintergrund unscharf ist, schafft dies zusätzliche Ruhe im Bild.

Ein anderer wichtiger Punkt ist, ob es bei dir hell genug ist, um dein Gesicht gut zu erkennen. Vermeide vor einer Fenster oder einer Lichtquelle zu sitzen (Licht im Rücken), da du sonst als Schatten erscheinst. Am besten ist eine Lichtquelle vor dir, vorzugsweise hinter deinem Notebook, damit dein Gesicht gut ausgeleuchtet ist.

Tipp Nr. 3: Trage eine Hose oder einen Rock, auch wenn sie nicht sichtbar sind.

Wir alle kennen das Meme-Material, das im Internet kursiert, in welchem gut gekleidete Menschen aufstehen und voilà - keine Hose! Auch wenn es bequemer ist, nur die sichtbare Hälfte des Körpers zu bekleiden, ist es am besten, ein komplettes Outfit zu wählen. Auch wenn der Kleidungsstil von der Unternehmenskultur abhängt (sportlich, leger, geschäftlich), solltest du dich immer ordentlich kleiden und darauf achten, dass deine Kleidung sauber und nicht zerknittert ist. 

Ein von oben bis unten durchgestyltes Äußeres trägt außerdem dazu bei, dich in die richtige Stimmung zu versetzen und gibt dir das nötige Selbstvertrauen, um im Vorstellungsgespräch zu glänzen.

Tipp Nr. 4: Sorge dafür, dass niemand deinen Call unterbricht

Nicht, dass eine Katze, die vor der Kamera sitzt, nicht auch für deinen Gesprächspartner unterhaltsam sein könnte, aber sie könnte dich schnell  aus der Fassung bringen - deshalb solltest du dich so gut wie möglich vorbereiten, um Ablenkungen während deines digitalen Vorstellungsgesprächs zu vermeiden. Das betrifft nicht nur Haustiere und Kinder, sondern auch Dinge wie dein Telefon (Stummschalten, außer Sichtweise legen oder den "Bitte nicht stören“-Modus aktivieren), Lärm (schließe Fenster, führe das Gespräch nicht an einem überfüllten Ort), Überraschungsbesuche (informiere Mitbewohner, Familienmitglieder und andere, die zu Besuch kommen könnten).

Tipp Nr. 5: Sorge dafür, dass deine körperlichen Bedürfnisse im Vorfeld erfüllt sind

Was wir damit sagen wollen: Gehe 5 Minuten vor dem Gespräch auf die Toilette, damit du während des Gesprächs musst, besorge dir ein paar Taschentücher für den Fall, dass du niesen musst, und ein Glas Wasser, um Mund und Hals während des Gesprächs zu befeuchten.

Zusätzlicher Tipp: Du musst während des Gesprächs dringend pullern oder die Nase kribbelt? Scheue dich nicht, um eine Pause zu bitten und kurz zu erklären, warum du kurz unterbrechen musst. Auch Recruiter sind (meistens) nur Menschen. 

Tipp Nr. 6: Kommunikation: Blicke, Mimik und Gestik

Zunächst einmal: Auch wenn du dich sehr verleitet fühlst, dein eigenes Aussehen auf dem Bildschirm zu checken, solltest du das während des Gesprächs nicht zur Gewohnheit machen. Halte stattdessen Augenkontakt mit der Kamera, statt mit dir selbst auf dem Bildschirm. 

Was deine Kommunikation betrifft, rede genauso wie in einem normalen Gespräch, allerdings ohne informellen Slang, den du vielleicht mit Freunden verwendest. Authentizität kommt im Gespräch meist besser ans als aufgesetzte Formulierungen - die spätestens dann im gemeinsamen Arbeitsalltag eh unter den Tisch fallen. Ansonsten zeige ruhig Emotionen, lächle, schaue bestimmt, je nach Thema, und setze deine Hände ein (natürlich nicht übertrieben). So strahlst du Energie, Begeisterung und Selbstvertrauen aus und schaffst einen guten Draht zu deinem Gesprächspartner.

Tipp Nr. 7: Überlege dir, wie du Fragen zu deiner Person und deinen Erwartungen an den Sport Job beantworten kannst.

Viele Fragen variieren zwar von Unternehmen zu Unternehmen und von Personalverantwortlichen zu Personalverantwortlichen, aber es gibt ein paar Standardfragen, die normalerweise zu jedem Vorstellungsgespräch gehören. Zwei davon sind normalerweise eine Abwandlung von "Erzählen Sie uns etwas über sich" und "Was erwarten Sie von dieser Stelle / diesem Arbeitgeber? ". Überlege dir im Vorfeld, wie du diese Fragen beantworten möchtest - aber ohne die Antworten auswendig zu lernen. Du brauchst eine grobe Richtung, keine vorformulierte Antwort (Thema Authentizität).

Tipp Nr. 8: Bereite eine Liste mit Fragen über das Unternehmen vor. 

Nutze die Chance, dein Interesse an der Stelle und dein Selbstvertrauen zu zeigen, indem du selbst Fragen stellst! Damit zeigst du nicht nur, dass du neugierig auf die Stelle und das Unternehmen bist, sondern begegnest dem Recruiter auf Augenhöhe.

Fazit

Alles in allem, sind Online Bewerbungsgespräche meist etwas informeller als offizielle, was vor allem am Komfort der eigenen 4 Wände liegt. Mach dir das ruhig zum Vorteil, denn nichts ist in einem Gesprächspartner überzeugender, als Ruhe in einer stressigen Situation und ein gesundes Selbstbewusstsein. Zu guter Letzt behalte noch im Kopf, dass bei jedem Dialog gilt Netiquette = Etiquette, d.h. lass deinen Gegenüber immer ausreden. Du machst das schon! Viel Erfolg für dein nächstes Online Bewerbungsgespräch!

Das Bewerbungsgespräch: Wie du dich richtig vorbereitest

Endlich eine Rückmeldung auf deine Bewerbung für den Sport Job! Einen Moment lang freust du dich richtig - bis deine Augen auf dem festgelegten Datum für das Vorstellungsgespräch hängen bleiben. Den meisten von uns bereitet die Vorstellung eines Bewerbungsgesprächs ziemliches Bauchweh. Das richtige Outfit, die perfekten Antworten, gutes Auftreten - das alles kannst du mit der richtigen Vorbereitung erreichen. Wenn du rechtzeitig beginnst, wird das Interview deutlich entspannter - und du selbstbewusst! Diese Checkliste hilft dir, dich auf das zu konzentrieren, was du wissen und einpacken musst, um dein Interview mit Bravur zu meistern!

Mindestens 1 Woche im Voraus

Informiere dich ausführlich über den Arbeitgeber

Sicherlich hast du bereits einiges an Wissen über deinen zukünftigen Arbeitgeber für deine Bewerbung gesammelt. Dennoch ist es wichtig, dieses Wissen vor dem Bewerbungsgespräch aufzufrischen und auszubauen. Es ist nicht genug zu wissen, in welcher Branche das Unternehmen agiert. Informiere dich über ihren Leitsatz, Hierarchien und die wichtigsten Personen. Dank LinkedIn und Fing hast du vorab die Chance, mehr über deinen Interviewer zu erfahren, nutze dies. 
Bei größeren Unternehmen findest du übrigens oft Neuigkeiten rund um aktuelle Projekte und Firmengeschehen auf ihrer Website - die wichtigsten aktuellen Punkte solltest du kennen. Übrigens, wusstest du, dass einer der häufigsten Fehler der Bewerber darin liegt, dass sie nicht wissen, wofür das Akronym oder der Name des Arbeitgebers stehen?

Kenne die Job Details

Hier geht es nicht nur um die allgemeinen Aufgaben, die die Position umfasst. Vielmehr solltest du wissen, ob dein zukünftiger Job in Teilzeit oder Vollzeit ist, ob du in einem Team oder Solo arbeitest, ob es sich um eine Führungsposition handelt und so weiter. Wenn nicht alle Details in der Jobanzeige stehen sollten, rufe einfach vorher die Personalabteilung des Unternehmens an und frage nach weiteren Informationen. Auf diese Weise gibt es während des Bewerbungsgespräch keine bösen Überraschungen.

Grundsätzliche Fragen und Antworten

Jeder Interviewer wird versuchen, dich mit einigen ungewöhnlichen Fragen aus dem Konzept zu bringen. Dabei ist es völlig in Ordnung, wenn sie dich unvorbereitet treffen und du etwas mehr Zeit brauchst, diese zu beantworten - es zeigt, dass du auch mit überraschenden Momenten gut umgehen kannst. Allerdings sollte dir dies nicht bei altbekannten Fragen passieren, z.B. nach der Motivation. Google hilft - ein Fragenkatalog rund um das Bewerbungsgespräch findet sich schnell online. Auf diese Weise begegnest du deinem Interviewer mit viel mehr Selbstvertrauen und kannst mit einer tollen Antwort punkten!

Kenne deine eigenen Qualitäten

Es ist schwer, sich selbst zu verkaufen, besonders wenn man nicht viel Erfahrung in der neuen Position hat. Der Schlüssel ist, deine einzigartigen Fähigkeiten zu kennen und darüber auch ohne prahlen sprechen zu können. In der Tat ist das Wissen um deinen eigenen Wert ein wichtiger Punkt, um deinen Interviewer zu beeindrucken. Wie du diesen herausfindest, haben wir dir in diesem Blog vorgestellt.

Bereite dein Outfit vor

Kleider machen Leute - das hast du sicher schon mal gehört. Trotzdem bedeutet es nicht, sich zu verkleiden. Vor allem in der Sportbranche kann das richtige Outfit auch lässig sein. Das hängt ganz von den Grundsätzen des Unternehmens ab. Wenn du die Chance hast, schau doch vorab mal im Unternehmen vorbei: Ein kleiner Besuch verrät dir viel über die Kleiderordnung der Mitarbeiter. Hier können übrigens auch wieder Xing und LinkedIn einen Hinweis geben - schau doch mal auf den Profilen der Mitarbeiter vorbei. Hast du eins oder noch besser zwei mögliche Outfits im Schrank? Perfekt! Kontrolliere es auf eventuelle Flecken, Falten, Gerüche - und bereite es soweit vor. Wenn nicht, hast du jetzt noch genug Zeit eins zu kaufen, was zu dir passt, ohne Zeitdruck. Stell dir vor, du findest einen Abend vor deinem Interview heraus, dass du nichts passendes hast - unnötiger Stress! Übrigens, findest du in diesem Beitrag, wie man sich richtig im Vorstellungsgespräch kleidet, noch mehr Infos.

Kenne deinen Wert

Diesmal geht es nicht um deine Qualitäten, sondern um deinen tatsächlichen Wert. Die Frage nach dem Wunschgehalt ist eins der unangenehmsten Teile des Gesprächs - einerseits will man nicht gierig erscheinen, andererseits sich auch nicht unter Wert verkaufen. Für solche Fälle gibt es online Portale, die dir Infos zu Durchschnittsgehältern liefern. Den richtigen Wert filterst du anhand von Standort, Unternehmensgröße und der Position. Darüberhinaus, frage dich selbst, mit welchem Gehalt du zufrieden wärst - alles darunter sorgt über kurz oder lang zu Frust im Job. Dies gilt übrigens auch für Urlaubstage und Arbeitszeiten.

Ein paar Tage vor deinem Vorstellungsgespräch

Kenne deinen Anfahrtsweg und probiere ihn aus

Es ist unglaublich, wie viele Leute zu spät zu ihrem Vorstellungsgespräch kommen - und für die meisten Personaler ein absolutes No-Go! Dementsprechend solltest du vorab bereits deine Route kennen und dich nicht am Gesprächstag auf dein GPS verlassen. Fahre oder gehe den Weg schon einmal testweise, so weißt du auch über eventuelle Baustellen Bescheid und wie lange es wirklich dauert. Für alle, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen wollen: Suche die bequemste Verbindung, mit der du auf jeden Fall pünktlich da bist - und notiere dir die Fahrt davor. Selbst wenn du einen Bus/eine Bahn verpasst (oder die Deutsche Bahn mal wieder Verspätung hat), bist du noch pünktlich.

Schreibe deine eigenen Fragen auf

Was willst du über das Unternehmen und den Job wissen? Dein Gesprächspartner wird erwarten, dass du fragst. Denn es gilt als eins der deutlichsten Signale, dass du echtes Interesse an der Position hast. Übrigens musst du nicht bis zum Ende des Bewerbungsgesprächs warten, um deine Fragen zu stellen. Es heißt nicht ohne Grund Gespräch: Wenn das passende Thema aufkommt, frag ruhig - so entwickelt sich das ganze auch zu einem Dialog.

Die Generalprobe

Schnapp dir deinen Freund und probe das Gespräch schon einmal durch. Es wird dein Selbstvertrauen steigern und dir helfen, deine Antworten natürlich zu geben. Außerdem bekommst du so ein direktes Feedback, was du noch verbessern kannst.

Am Tag deines Interviews - eine Stunde vorher

Checke ein letztes Mal dein Äußeres

Das sind eigentlich gleich zwei Punkte. Dass du vorab duschst und zähne putzt, ist eigentlich nicht erwährenswert. Nichtsdestotrotz, kontrolliere, ob du gut riechst - aber übertreibe es nicht mit Parfüm. Checke dein Outfit noch einmal auf Flecken oder andere Makel. Zusammengefasst: Der erste Eindruck zählt, und der ist nunmal optisch (und durch die Nase :)).  Versuche außerdem mindesten 10 Minuten früher in der Firma anzukommen, um dort ebenfalls noch einmal schnell zu überprüfen, ob alles sitzt.

Auch wenn du nervös bist, nicht rauchen!

Ernsthaft, auch wenn du rauchst, um deine Nerven zu beruhigen: Versuche nicht mehr zu rauchen, nachdem du dich angezogen und fertig gemacht hast. Nach Rauch riechen ist ein Abturner - nicht nur bei einem Date, sondern auch für das Bewerbungsgespräch. Vor allem, wenn dein Interviewer Nichtraucher ist. Versuche stark zu bleiben. Als kleine Hilfe kannst du dir vorab Nikotinpflaster oder -kaugummis besorgen. Übrigens, Kaffee-Atem hat einen sehr ähnlichen Effekt. Also, wenn du eins von beidem doch nicht vermeiden kannst, nimm auf jeden Fall ein Pfefferminz mit. Oder putze nochmal die Zähne (aber ohne kleckern!).

Schalte dein Telefon aus

Ein klingelndes Telefon im Bewerbungsgespräch wird peinlich für dich und wirkt respektlos. Das ist übrigens auch einer der häufigsten Fehler.

Versuche dich zu entspannen

Die letzten Vorbereitungen vor deinem Interview sollten nur noch Kleinigkeiten sein. Das Interview selbst ist schon stressig genug, also gibt es keinen Grund das ganze noch durch Last-Minute Dramen zu verstärken. (Deswegen ja auch diese Liste).   Kurz vorher geht es nur um dich, also nimm dir deine Zeit. Höre deine Lieblingsmusik, gehe spazieren, meditiere oder telefoniere mit einem Freund - alles, was dich beruhigt und dir gut tut, steht jetzt auf der Tagesordnung. Wir wissen, dass das wahrscheinlichste der schwierigste Punkt auf der Liste ist, aber tu es trotzdem. Du bist perfekt vorbereitet, also entspanne dich!


Was du mitnehmen solltest

Deine Bewerbung

Wenn du deine Mappe noch einmal direkt am Gesprächsfang vorlegst, macht das einen super Eindruck - es zeigt, dass du dich vorbereitet hast. So kannst du bei passenden Fragen auch immer auf deinen Lebenslauf verweisen, das gibt dir ebenfalls Sicherheit. Sicherlich wird die Personalabteilung ihre eigene Ausführung mitbringen, aber gerade in größeren Unternehmen kommt oft noch ein zusätzlicher Mitarbeiter aus der Abteilung (meist Team- oder Projektleiter) dazu, der sich über die zusätzliche Fassung freuen wird. Aber Achtung: Stopfe die Bewerbung nicht einfach so in die Tasche. Flecken oder Eselsohren auf den Unterlagen werfen dir eher Steine in den Weg als sie zu beseitigen. Eine Mappe ist essenziell!

Stift und Papier - oder ein Tablet in modernen Unternehmen

Wenn du dir während deines Gesprächs Notizen machst, zeugt das von Interesse. Außerdem wirst du sie sicher für dich selbst brauchen. Es werden viele Details über deinen - hoffentlich - zukünftigen Job fallen, die du dir merken willst. Natürlich glaubst du, dass du dich an alles erinnern kannst - aber ehrlich gesagt, das wirst du nicht. Vor allem nicht, wenn du nervös bist. Also, schreib mit. Klebe aber nicht permanent an deinem Block - das Interview bleibt ein aktives Gespräch und keine Vorlesung! Heutzutage ist es in vielen Unternehmen auch okay, wenn du dir die Notizen auf dem Tablet machst. Das gilt vor allem für moderne Start-Ups und Agenturen - dort spricht die Technik-Affinität sogar für dich! Das ist ein Wink für alle, die sich für Jobs im Sport Online Marketing oder der IT interessieren. Konservative Unternehmen bevorzugen allerdings weiterhin Stift und Papier.

Ein Ersatzoutfit

Kennst du Murphys Gesetz? Im schlimmsten Moment, in dem etwas schief gehen kann, wird es das tun. Übersetzt: Wenn du kein Ersatzhemd oder Shirt dabei hast, wirst du dein angezogenes auf jeden Fall vollkleckern.
In einem jungen Start-Up kann man dieses sicher mit einem schlagartigen Spruch übertünchen, aber in einem größeren Unternehmen ist es ein sauberes Outfit ein Muss.

All die kleinen Dinge

Pfefferminz, Taschentücher, eine Flasche Wasser für die Anfahrt, ein Kamm oder eine Bürste, Make-up für die Damen (für die Retusche). Und ein Telefon - falls du dich doch verspätetest, ruf auf jeden Fall vorher an! Fühlst du dich vorbereitet? Perfekt! 
Im nächsten Blog stellen wir dir das richtige Verhalten im Interview selbst vor!