Welchen Stellenwert hat Sport im Lebenslauf?

Welchen Stellenwert hat Sport im Lebenslauf

Hobbys im Lebenslauf: Ja oder nein? Deine persönlichen Interessen aufzulisten wird von manchen Branchen und Unternehmen geschätzt, von anderen als unprofessionell belächelt.
In der Sport- und Outdoor Industrie hingegen wird dein persönliches Interesse am Sport nicht nur gern gesehen, sondern meist sogar vorausgesetzt. Sport gehört also zu den essentiellen Bestandteilen des Lebenslaufs im Business. Denn deine sportliche Aktivität gibt nicht nur Einblicke in deine Persönlichkeit, sondern zeigt auch, ob du zur Marke und ihrem Produktportfolio passt.

Wie wird Sport im Lebenslauf interpretiert?

Ein Recruiter sieht in deinem angegebenen Hobby zwei Dinge:
A) Ein Einblick in deine Persönlichkeit und B) Dein Verständnis für eine Marke und ihre Produkte

Was sagt welche Sportart über deine Persönlichkeit aus?

Alle Sportarten zeigen, dass du körperlich aktiv bist. Die Bedeutung von körperlicher Fitness bzw. regelmäßiger Bewegung auf deine physische und mentale Gesundheit ist nicht nur für dein Wohlergehen wichtig, sondern wird auch von Personalverantwortlichen erkannt. Sportliche Menschen sind oft stressresistenter und konzentrierter, da Sport Stresshormone abbaut und das Nervensystem stärkt. Du zeigst damit, dass du einen Ausgleich zu deiner Arbeit schaffen kannst, was sich langfristig auch positiv auf die Jobzufriedenheit auswirkt.

Bestimmte Sportarten werden außerdem gern mit bestimmten Soft Skills assoziiert. Grundsätzlich gilt: Wenn du dein Hobby regelmäßig ausführst zeigst du, dass du zuverlässig bist und Selbstdisziplin mitbringst, egal, um welchen Sport es sich handelt.

  • Mannschaftssportarten: Mannschaftssportler sind es gewohnt, in einem Team zu agieren, es sind buchstäblich Teamplayer. Als Fußballer, Basketballer, Handballer und co. zeigst du also, dass du soziale Skills wie Einfühlungsvermögen, Kommunikationsstärke und Kooperationsfähigkeiten mitbringst.
  • Extremsportarten: Surfen, BMX, Downhill Biken oder Skaten, Freeski und co. - die nicht-so-klassischen Sportarten werden immer beliebter, was auch das Bild von ihnen langsam, aber sicher transformiert. Vor 20 Jahren haben viele Recruiter Actionsport als negativen Punkt in deiner Bewerbung angesehen, da das Risiko, dich zu verletzen und somit auszufallen, deutlich höher ist als in konventionellen Hobbys. Heutzutage, zumindest in der Sportindustrie, sieht das ganz anders aus. Natürlich zeigen die oben genannten Aktivitäten eine gewisse Risikobereitschaft, aber das kann man auch positiv interpretieren. Mut, neues auszuprobieren und ein gesundes Selbstbewusstsein sind relevant für viele Sport Jobs, bei denen nicht nur operatives Tagesgeschäft auf dem Plan steht. Außerdem haben Extremsportler oft moderne statt traditionelle Ansichten, sind offen und neugierig.
  • Selbstorganisierte Sportarten: Joggen, Walken, Fitnesstudio und co. Sportarten, bei denen du dich selbst organisierst, werden gerne mit Struktur, Organisation, Gewissenhaftigkeit, Ausdauer und Zuverlässigkeit assoziiert. Jeder, der 05:30 Uhr vor der Arbeit erst noch Joggen geht, kann das sicher bestätigen.
  • Outdoor Sportarten: Wandern, Trailrunning, Mountainbiken - diese Sportarten werden vor allem von Outdoormarken gern gesehen. Normalerweise zeigen Sportarten, die du in der Natur oder sogar abhängig von dieser ausführst, dass du ein besseres Verständnis für deine Umwelt hast. Outdoorsportler haben meist aus ausgeprägteres Umweltbewusstsein. Nachhaltigkeit ist ihnen bei Produkten und Unternehmen oft wichtig. Willst du dich also bei eine Unternehmen mit Nachhaltigkeitsrichtlinie bewerben, passt du mit deiner Outdoorliebe meist gut in die Unternehmenskultur.

It’s a match: Dein Sport deckt sich mit den Produkten der Marke

Du brennst für einen Sport, vielleicht sogar für eine bestimmte Marke und auf einmal posten sie eine Stellenanzeige, die nach deinem Wunschjob klingt - das ist das Idealszenario.
Wenn dein Hobby, sprich deine ausgeführte Sportart, stellenrelevant ist, wertet dies deinen Lebenslauf immer auf. Das kann z.B. Trail Running sein, wenn du dich für eine Outdoor Marke bewirbst, oder Snowboarden bei einer Wintersportmarke. Denn im Normalfall weißt du selbst, was du von einem Produkt oder einer Marke erwartest, dass du selbst nutzen würdest und kannst deine Perspektive ins Unternehmen positiv einbringen.


Das sagen Personalverantwortliche zur Relevanz von Sportinteresse bei Kandidaten:

"Es geht darum, den Zugang zur Zielgruppe, zum Markt, den Blickwinkel zur Sportindustrie zu haben. Da hilft es sicherlich, selbst auch sportlich aktiv zu sein. Wenn jemand sich zweimal die Woche die Laufschuhe schnürt, reicht das aus. Das muss kein Marathonläufer sein."

Nils Grote, Sales Manager bei Altra

"Um ehrlich zu sein, denke ich, dass man, wenn man für eine Lifestyle- oder Outdoor-Marke arbeitet, eine Leidenschaft für das haben sollte, was die Marke tut und repräsentiert. Meiner Meinung nach kann man sich nur dann voll einbringen. Wenn du für die führende Outdoor-Marke arbeiten willst, musst du eine Leidenschaft für die Natur haben."

Marco Mombelli, Brand Experience Manager bei The North Face

Zudem gibt es im Unternehmen sicher viel Teammitglieder, die ähnliche Hobbys wie du mitbringen, was sich positiv auf die Stimmung und Unternehmenskultur auswirkt. 

Wie sieht es aus, wenn du Sport treibst, dieser aber nicht dem Produkt der Marke entspricht? Das tut im Normalfall deiner Bewerbung keinen Abbruch. Gute Team Leads wissen, dass eine Mischung verschiedenster Persönlichkeiten ein gutes Team ausmachen, da sie sich ergänzen, unterschiedliche Perspektiven und Anstöße einbringen. Du zeigst trotzdem ein Interesse für Sport und die damit verbundenen Werte, die in der Sportindustrie so wichtig sind.

Welche Sportarten gehören nicht in den Lebenslauf?

Im allgemeinen gilt: Ist dein Hobby nicht stellenrelevant, hat es im Lebenslauf nichts zu suchen. Wie aber bereits erwähnt, ist Sport in der Sportindustrie - wie der Name schon sagt - eigentlich immer jobrelevant. Eigentlich gibt es sportbezogen also wenige Tabus im Lebenslauf. Wichtig ist nur, dass du es nicht übertreibst. Du musst nicht alle Sportarten angeben, die du betreibst, entscheide dich statt dessen für 1-3, die du regelmäßig machst und die zur Stelle passen. 

Ein paar Ausnahmen gibt es allerdings schon:

Ist das Unternehmen ein Traditionsunternehmen macht es sicher mehr Sinn, eher konventionelle Sportarten anzugeben - obwohl ein ungewöhnliches Interesse sicher auch Aufmerksamkeit auf deine Bewerbung lenken oder eine persönliche Verbindung herstellen kann.

Setzt ein Unternehmen auf Nachhaltigkeit, ist Motocross vielleicht auch nicht die beste Wahl im Lebenslauf. 

Bedeutet: Entscheide je nach Bewerbung individuell, angepasst auf das Unternehmen, was du angibst, und was nicht.

Wie gebe ich Sport im Lebenslauf an?

Und wie trage ich meine Hobbys nun in der Bewerbung ein? Am besten setzt du sie als Unterpunkt in deinen Lebenslauf. Hobbys gehören außerdem immer ans Ende des Lebenslaufs, da in erster Linie deine Fachkenntnisse für eine Rolle Priorität haben.

  • Überschrift: „Interessen und Engagement“ oder „Persönliche Interessen“
  • Anzahl: Maximal 1-3 Sportarten, am besten jobrelevante Sportarten auswählen
  • Statt Liste eine persönliche Beschreibung:
    • Wenn du „Laufen“ oder „Fahrradfahren“ aufführst, wirkt das etwas unpersönlich und geradezu langweilig. Beschreibe dein Hobby etwas ausführlicher und im Detail
    • Beispiel: Joggen: Morgendliche 5km Laufrunde seit 5 Jahren 
    • Beispiel: Basketball seit meinem 15. Lebensjahr, aktuell Shooting Guard bei MTV Kornberg Towers in der Regionalliga

Meilensteine und Erfolge - aufzeigen oder nicht aufzeigen?

Meilensteine und Erfolge gehören an sich nicht in den Lebenslauf, denn du bewirbst dich ja nicht auf eine Stelle als Sportler für eine Mannschaft. Darüberhinaus kann es schnell so wirken, als würdest du damit angeben, was dich nicht sehr teamfähig dastehen lässt. Dein Sportlebensauf ist also irrelevant, z.B. Vizemeister 2007, Pokalsieger 2014.

Ausnahme: Zeigst du durch deinen Meilenstein bestimmte Skills relevant für die Stelle oder eine Verknüpfung zur Marke (z.B. gesponserte Events von großen Unternehmen), solltest du es mit angeben.
Beispiel: 5km Joggen jeden Morgen seit 5 Jahren, Teilnahme an Run For the Oceans 2022

Wenn du dich bei adidas bewirbst, die den Run For the Oceans Lauf organisieren, zeigst du durch die eigene Teilnahme, dass du dich mit dem Unternehmen beschäftigt hast und deren Mission teilst. 

Wie dir die Angabe von Sport das Bewerbungsgespräch erleichtern

Durch die Angabe deiner Sportart im Lebenslauf kannst du dir sicher sein, dass dein Interviewer im Laufe des Gesprächs darauf zurückkommen wird. Da du dich hier im vertrauten Gebiet bewegst, kann dies eigentlich nur ein Plus für dich sein. Denn: Bei Gesprächen über die Sportart kannst du deine Produkterfahrung zeigen, deine Stärken und einen Teil deiner Persönlichkeit. 

So bekommst du den Job, auch wenn du nicht qualifiziert bist [Satire]

Fast jeder von uns hat schon einmal eine Absage auf eine Bewerbung erhalten. Die wenigen, die bisher immer Glück hatten - glaubt mir, euch trifft es wahrscheinlich auch einmal. Meisten liegt es an fehlender Erfahrung, Skills oder ganz einfach daran, dass jemand anderes besser geeignet ist als du. Das ist aber noch lange kein Grund aufzugeben! Wenn du deine Wunschkarriere willst und zwischen den zahlreichen Bewerbungen hervor stechen möchtest, musst du manchmal außerhalb der Box denken. Wahrscheinlich erwartest du jetzt die typischen Tipps wie "Nutze dein Vitamin B!", "Erlerne eine herausstechende Fähigkeit", "Sei kreativ bei deinem Lebenslauf-Design" - aber nein, mit diesen halbherzigen Ratschlägen sind wir fertig! Jetzt ist die Zeit für die noch nicht ausgelutschen Tipps, für unübliche und manchmal auch unethische Wege deinen Traumjob zu bekommen.

Die Geschichte von Mrs. Doubthire

Auch wenn fast jeder Robin Williams Transformation in eine stattliche ältere Dame in Mrs. Doubtfire gesehen hat, haben die meisten die wahre Message dieses großartigen Films doch nie wirklich verstanden. Naiv hast auch du diese ausgedachte Story über Trennung und ihre Folgen für die Familie geschluckt. Völliger Quatsch. In Wahrheit geht der Film nämlich darum, wie du jeden Job, den du willst, bekommen kannst: mit einer kleinen (großen) Notlüge! Es ist ganz einfach: Reichen deine Qualifikationen für die freie Stelle nicht aus, ändere die Details ein klein wenig zu deinem Vorteil. Normalerweise sollte es völlig ausreichen, die Anforderungen direkt aus der Jobanzeige zu kopieren und 3-4 Jahre Erfahrung im gesuchten Bereich in den Lebenslauf zu schmuggeln. Wenn du Berufeinsteiger bist, vergiss nicht, dein Geburtsdatum entsprechend anzupassen und dich etwas älter zu machen. Wenn du dann noch das Glück hast, einen talentierten Maskenbildner zum Bruder zu haben, hilft dir das sicher genauso weiter wie Robin. Halte dich aber nicht zu sehr an die Filmvorlage  - ein attraktives Gesicht öffnet dir mehr Türen als ein Fat-Suit und das faltige Gesicht einer schottischen Oma.

Und die andere Moral der Geschichte

Falls du den Film aufmerksam gesehen hast, weißt du, dass du noch deutlich mehr daraus ziehen kannst. Vielleicht erinnerst du dich, dass Robin außerdem von seiner Exfrau eingestellt wurde, weil es fast niemanden sonst gab, der sich beworben hat. Und warum? Weil er die Stellenanzeige so angepasst hat, dass niemand sich sonst bewerben konnte! Zum Glück für uns veröffentlichen die meisten Unternehmen ihre Stellenangebote heutzutage online - du musst also nur ihre Seite hacken! Je nach der Ausprägung deiner eigenen Hacking Skills (dein Passwort beim ersten Mal richtig zu erraten, gilt übrigens nicht als Hacken), brauchst du auf jeden Fall professionelle Hilfe ihre Website oder wenigstens die Anzeige offline zu schalten. In Zeiten des Deep Web und Bitcoins eine einfache Angelegenheit. Falls du die Stelle online in unserer Sport Jobbörse gefunden hast, bitten wir dich höflich, vom Hacken Sportyjobs abzusehen.

Stich aus der Masse hervor

Ganz nach dem Sprichwort „Im Land der Blinden ist der Einäugige König“ musst du nur sicher gehen, dass alle anderen Bewerber schlechter sind als du. "Aber das ist unmöglich!" sagst du? Das ist es definitiv nicht. Fülle ganz einfach hunderte falsche Bewerbungen von ausgedachten (oder bereits verstorbenen) Personen aus. Zwischen diesem ganzen S..pam wirst du positiv herausstechen - eine bewiesene Taktik, die wir aus Politik weltweit kennen. Übrigens eine unschlagbare Kombi mit unseren Tipp "Mrs. Doubthire II".

„Ich ruf dich an!"

Wie sehr kennst du dich eigentlich mit Dating Strategien aus? Du hast sicher schon einmal von der "3 Tage Regel" gehört: Um nicht verzweifelt zu erscheinen, musst du nach einer Verabredung drei Tage warten, bevor du deinen Dating Parter anrufst. Klingt vernünftig, richtig? So kannst du dies auf deine Bewerbung anwenden:
  • Reiche deine Bewerbung persönlich in der Personabteilung ein
  • Sag ihnen, wie sehr es dich freut, sie kennen gelernt zu haben und versprich ihnen, sie bald anzurufen
  • Warte drei Tage
  • Ruf nicht an
  • Ruf am vierten Tag an
Auch wenn sie dich zu Anfang für den Job nicht in Betracht gezogen haben, werden sie es jetzt auf jeden Fall tun.

Sei der (böse) Hoffnungsschimmer am Horizont

Zum Schluss nun die effektivste Strategie den Job zu bekommen, auch wenn du nicht qualifiziert bist. Der Aufwand und die benötigte Zeit sind enorm, aber für die unter euch, die ihre Wunschkarriere mehr wollen, als alles andere, ist dies der lohnenswerte Weg zum Erfolg! Zu aller erst musst du dein eigenes Unternehmen gründen, und zwar in der selben Branche und am besten sogar im gleichen Segment wie dein Wunsch-Arbeitgeber. Steck' all deine Energie und dein Geld hinein, bis du so erfolgreich bist, dass du zu den Top Unternehmen der Branche gehörst. Werbe nun alle Kunden und Mitarbeiter des anderen Unternehmens ab, indem du ihnen bessere Vorteile und eine bessere Arbeitsatmosphäre bietest. Gleichzeitig startest du eine Pressekampagne, die sie durch den Dreck zieht, bis auch alle verbliebenen Mitarbeiter und Kunden die Flucht ergreifen. Mittlerweile sollte die Firma fast ruiniert sein - dein Moment, als Retter in der Not einen strahlenden Auftritt zu wagen. Bewerbe dich erneut für deine Traumkarriere - und sie werden dich mit offenen Armen einstellen! Herzlichen Glückwunsch, du hast es geschafft!

So gelingt dir deine Video-Bewerbung – Deine herausstechenden 3 Minuten

Wie wäre es, wenn du deine Bewerbung mal auf andere Weise einreichst? Ein Bewerbungsvideo ist eine großartige Möglichkeit zwischen anderen Bewerbern hervorzustechen. Denn: du zeigst nicht nur deine Fähigkeiten, mit neuen Technologien umzugehen, sondern auch viel mehr von deiner Persönlichkeit! Nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen zu müssen, wie es in einem Bewerbungsschreiben der Fall ist, ist sicherlich auch ein Vorteil. Vor allem in der heutigen Zeit ist es sinnvoll, die neuen Medien und das Internet zu nutzen, um den Sport Job zu bekommen, denn du dir wünscht. Ein Lebenslauf auf Papier oder als digitales Formular ist natürlich meist immer noch essentiell - allerdings ist er ebenfalls sehr eindimensional. Oder passt deine Person komplett in schwarz auf weiß aufs Papier? Da passt ein bewegtes Video doch schon eher, um dein Profil von allen Seiten zu beleuchten (das heißt nicht, dass du dich vor der Kamera einmal komplett drehen musst). Zeige deine Kommunikationsfähigkeiten, deinen Humor und dein Selbstbewusstsein - wertvolle Soft Skills, die für viele Jobs gefragt sind. Es bedarf vielleicht etwas mehr Zeit als eine geschriebene Bewerbung - aber der Aufwand wird sich auf jeden Fall auszahlen. Wie eine kreative Videobewerbung geht, erklären wir dir in diesem Blog.

Die Technologie

Was benötigst du für ein Bewerbungsvideo? Zu allererst benötigt du - na? - eine Video Kamera mit hoher Auflösung, 1080px oder mehr. Du willst nämlich auf keinen Fall eine verschwommene Aufnahme von dir verschicken, bei der man nicht genau weiß, wo man eigentlich hinschauen soll. Neue  Smartphones und Notebooks machen tatsächlich sehr gute Aufnahmen, checke vorab nur einmal die Video-Einstellungen. Wenn du einen Camcorder besitzt oder dir einen ausleihen kannst, ist das allerdings die bessere Möglichkeit. Meist sind die Tonaufnahmen klarer und viele Geräte besitzen ein drehbares Display, so dass du dich selbst beim Filmen sehen kannst. Zum Schneiden und Editieren benötigst du ein Schnittprogramm für dein Notebook. Wenn du es einfach hältst, reichen da übrigens iMovie oder der Windows Movie Maker. Video-Dateien sind übrigens meist recht groß, per Mail verschicken fällt also aus. Am besten lädst du das Bewerbungsvideo auf ein Videoportal hoch, z.B. Youtube und verschickst den Link mit deiner Bewerbung. Vorsicht bei der Username-Wahl: Eine Bewerbung für eine Position im Sport Management von "lassmirandadennsiewillja" wird sicherlich nicht allzu erst genommen (es sei denn, du bewirbst dich bei den Produzenten der Simpsons).
Das Bewerbungsvideo Beispiel von Laura Harris ist ein tolles Beispiel für eine Vorstellung in knapp 2 Minuten:

Vorbereitung

Kleide dich entsprechend des Jobs, für den du dich bewirbst Wie würdest du dich für dein Bewerbungsgespräch anziehen? Genau SO kleidest du dich auch für das Video. Ein sauberes und ordentliches Outfit und ein Rundum gepflegter Eindruck sehen in HD noch besser aus. (Den Kaffeefleck auf dem Shirt sieht man übrigens auch deutlicher - du weißt, was das heißt.)

Tattoos, Piercings, extravagante Frisur? Mach dir keine Sorgenfalten!

Wer sich um Diskriminierung sorgt: Kein Grund für Falten! Laut Gesetz müssen Videobewerbungen genauso objektiv beurteilt werden wie geschriebene. Also, mach dir keine Sorgen über dein Äußeres, zusätzliche Urlaubspfunde oder graues Haar.

 

Die Kulisse

Alles ist möglich, je nach Job - weiße Wand oder weißer Strand. Halte es entweder schlicht oder besonders. Eine Freundin von mir führte ihr Bewerbungsgespräch über Skype einmal vor einem Fenster mit Blick auf die Alpen: Ihr Gegenüber war begeistert und sie bekam den Job! Idealerweise spiegelt die Kulisse deine Persönlichkeit wieder. In jedem Fall, vermeide es andere Personen zu filmen oder draußen zu sitzen, es sei denn du findest einen ruhigen Ort mit guten Lichtverhältnissen.

Der Inhalt

Wenn es um den Inhalt geht, heißt es ganz klar: Zeig, wer du bist! Und zwar in einer knackigen Präsentation. Das ist sicherlich der schwerste Teil, denn schließlich hast du nur drei Minuten. Mal ganz ehrlich: Im Selbstversuch probierte ich wieder und wieder das perfekte Bewerbungsvideo zu machen - und scheiterte unzählige Male, bis es so weit saß. Damit du ein paar weniger Takes benötigst als ich, sind hier ein paar Tipps für dein Bewerbungsvideo: Mach dir vorab einen Plan Los gehts! Und stop! Nach 10 "Ääähms" in den ersten 30 Sekunden, weil ich nicht genau wusste, was ich sagen wollte, kann ich dir sagen: Ohne Plan loszuquatschen funktioniert nicht. (Es sei denn, du bist ein Naturtalent - das kannst du dann auch direkt in deinem One-Take-Bewerbungsvideo erwähnen). Mach dir eine Art Skript, ein roter Faden, dem du folgen kannst.  Dein Video ist viel überzeugender, wenn du nicht stotterst oder von einem Thema zum nächsten springst. Sieht dann im schlimmsten Fall übrigens so aus:
Halte dich kurz Mein Plan sitzt: Schritt für Schritt werde ich dem Unternehmen klar machen, warum ich absolut super und der perfekte neue Mitarbeiter für den Sport Job bin! 10 Minuten später quatsche ich noch immer über meine Erfahrungen - viel zu lang! Mache dir vorher eine Zeitvorgabe für das ganze Interview und jeden einzelnen Zwischenschritt. Bis zu 3 Minuten reichen völlig aus, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen und das Unternehmen neugierig auf dich zu machen. Alles andere wird für deine "Zuschauer" nur langweilig (oder wie findest du Monologe so?). Du kennst das vielleicht schon von Präsentationen: Lege dir eine Uhr in dein Sichtfeld und entscheide, wieviel Zeit du für welches Thema aufbringen willst - so verlierst du die Übersicht nicht. Kontrolliere deine Körpersprache Nach der letzten Kürzung habe ich es in 2 Minuten und 57 Sekunden geschafft - das ist perfekt! Blöderweise kann ich das Video trotzdem nicht nehmen. Als ich es mir anschaue, sehe ich zu, wie meine Augen durch den Raum wandern und ich es mir nach einer Minute etwas zu gemütlich auf meinem Stuhl mache. Ups. Bei 2:23 fange ich außerdem an mit den Armen wie wild herumzufuchteln. Was tue ich da?! Viele Menschen (und ich) kommunizieren gerne mit den Händen. Eingerahmt in einem Bildschirm wirkt dies aber schnell übertrieben, deswegen probiere es lieber mit einer etwas reduzierten Gestik. Außerdem wirken Lächeln und aufrecht sitzen sehr selbstbewusst - du kannst dich auch ein wenig vorbeugen, so wirkst du direkter. Am wichtigsten allerdings: Schau in die Kamera, das ist sogesehen der digitale Augenkontakt. Probiere solange, bis es perfekt ist Es hat geregnet, der Ton war zu leise, ich wusste nicht, was ich sagen sollte, und und und. Zusammengefasst hat es mit den ersten Aufnahmen einfach nicht hingehauen. Und das schöne daran ist: Du kannst es wieder und wieder und wieder versuchen Denn auch wenn es so scheint, als wäre ein Bewerbungsvideo für den Sportjob nicht allzu kompliziert - Schließlich schafft es jeder zwei Minuten in eine Kamera zu murmeln und dabei zu lächeln - ist es das leider doch nicht. Behalte im Kopf, dass das Bewerbungsvideo viel Vorbereitung und mehrere Anläufe benötigt, bis es eine runde Sache ist. Denn im Grunde genommen sitzt dein potenzieller Arbeitgeber dir wie in einem Job Interview gegenüber. Plane also ein wenig Zeit ein und erstelle es gewissenvoll - allein der Aufwand, den das Video mitbringt, spricht Bände in einer Bewerbung. (Überzeugende Bände). Wir wünschen dir viel Glück!